Wir sind seit 10 Jahren in der Böttcherstraße!!!
06.05.2013
"Ihr seid die Besten!", rief StäV-Chefin Maria ihren Gästen auf der großen Gala im Goldenen Saal direkt neben der Ständigen Vertretung der Böttcherstraße entgegen. Rund 900 Menschen folgten der persönlichen Einladung der Wirtin und ihres wunderbaren Teams und feierten 10 Jahre StäV in Bremen. Höhepunkt des Abends war ein Konzert mit der kölschen Kultband HÖHNER. Im ersten Showteil des Abends, der von dem bekannten WDR-TV-Journalisten Gisbert Baltes bravourös moderiert wurde, gab es launige Talkrunden mit Alt-Bürgermeister Henning Scherf, Senator Ulrich Mäurer, dem Bürgerschaftsabgeordneten Carl Kau, dem Hobbythek-Mann Jean Pütz und den Erfindern des seit vielen Jahren zum Phänomen gewordenen Konzepts der rheinischen Vertretung in vielen Städten, Friedel Drautzburg und Harald Grunert. Ulla Ulland, Initiatorin der "Nachtwanderer", stellte das Projekt vor, für die mittels Spenden und einer Tombola gesammelt wurde. Am Ende konnten die vielen engagierten und ehrenamtlichen Nachtwanderer, die auf der Veranstaltung zahlreich vertreten waren, über 5000 Euro von den Gästen sammeln. Die erste Spende konnten die Nachtwanderer von der "Ehrenwerten Gesellschaft", die wie gewohnt in Frack und mit Zylinder auftraten, entgegennehmen. Nordwestradio-Chef Jörg-Dieter Kogel und Baltes stellten das Rheinische Grundgesetz vor, welches auf so einfache Weise all das zum Ausdruck bringt, was den Frohsinn, die gelassene und weltoffene Philosophie des Rheinlands auszeichnet und in der StäV gelebt wird. Nach dem Konzert der Höhner, bei dessen Finale nochmals viel Beteiligte des Abends auf die Bühne kamen, ging es nahtlos weiter mit DJ Toddy, der die Stimmung weiter am brodeln hielt. Erst lange nach Mitternacht gingen die Gäste Kölsch-selig nach Hause. Maria und ihr Team bedankt sich nicht nur bei den vielen Prominenten des Abends, sondern vor allem bei allen (Stamm-) Gästen, Fans und Freunden der Ständigen Vertretung für ihre Teilnahme!
13.05.2013
Ganz schön jeck: Die beiden StäV-Gründer Harald Grunert (links) und Friedel Drautzburg vor ihrer Szene-Kneipe in Berlin. Foto: GA
BONN/BERLIN. Warum gibt es eigentlich in Bonn keine Ständige Vertretung (StäV)? Die Antwort der beiden Bonner Promi-Wirte Friedel Drautzburg und Harald Grunert lässt nicht lange auf sich warten: "Wenn sich ein Betreiber und ein guter Standort finden lassen, dann sind wir sofort dabei. Unser Herz schlägt immer noch für Bonn."
Was sich an der Spree und in sechs weiteren Städten in Deutschland zum Erfolgsgaranten entwickelt hat, kommt am Rhein erst gar nicht in die Startlöcher. Dazu Drautzburg: "Wir selbst sind mittlerweile zu alt für so ein Projekt. Wir benötigen einen 25- bis 35-jährigen charismatischen Kopf, der die Karre anzieht. Aber die sogenannte Generation Weichei will lieber Geschäftsführer in einem gastronomischen Betrieb werden, statt unternehmerische Verantwortung zu übernehmen."
Eine StäV aufzubauen, sei gerade in der Startphase sehr arbeitsintensiv. Man müsse viele Hände schütteln, bereit sein, zwölf bis 14 Stunden zu arbeiten - und das sieben Tage die Woche. "Also, wenn sich morgen einer melden würde, wären wir in wenigen Stunden in Bonn und würden das Projekt aus der Taufe heben. Eine StäV in Bonn wäre eine tolle Sache und würde die Chance bieten, die Geschichte dieser Stadt noch einmal auf ganz besondere Art und Weise zu zeigen. Aber leider sind die Mieten in der Bonner Innenstadt extrem hoch. Das erschwert die ganze Sache ungemein", sagen die beiden Wirte, die früher in Bonn Kultkneipen geleitet haben.
Als Standorte kämen ihrer Meinung nach der Kaiserplatz, der Friedensplatz oder der Blumenmarkt in Frage. "Die Gaststätte Zum Bären in der Acherstraße wäre ein idealer Standort gewesen. Aber das ist ja leider Geschichte", bedauert Drautzburg. Dass das Konzept StäV auch heute noch zieht, beweist die Tatsache, dass Drautzburg und Grunert kurz vor Vertragsabschluss in Potsdam stehen.
"Dort wird 2014 eine StäV von einem jungen Berliner Gastronom eröffnet", verrät Drautzburg. Und Grunert ergänzt, dass die übernächste StäV wahrscheinlich in Düsseldorf realisiert werden wird. Die Eröffnung der geplanten StäV im neuen Berliner Flughafen wird wegen des Bauskandals am Hauptstadt-Airport wohl noch bis 2014 auf sich warten lassen. "Das Mobiliar haben wir in Lastwagen verpackt, weil ja schon alles fertig war", so Drautzburg.
Übrigens: Vergangene Woche gab es anlässlich des zehnten Geburtstags der StäV in Bremen eine große rheinische Fete: Vor 800 Gästen spielten die Höhner in der Hansestadt. Mit dabei: Friedel Drautzburg und Harald Grunert.
Von Holger Willcke (http://www.general-anzeiger-bonn.de)
05.05.2013
Der bekannte WDR-TV-Journalist Gisbert Baltes las im Rahmen der Jubiläumsmatinee am Sonntag vormittag in der StäV aus seinem Buch "Rheinland". Begleitet wurde er von der Sängerin Songül Wiesmann, Frontfrau der kölschen Gruppe Rubbedidub und ihrem Pianisten Bernd Kreuz. Unter dem Motto "Jede Jeck es anders", was soviel bedeutet wie: Jeder Mensch ist gleich!, erzählte Baltes aberwitzige und humoristische Anekdoten mit Tiefenschärfe, von Menschen aus dem Rheinland, von Geselligkeit, Frohsinn und Demokratie und auch von anrührenden Momenten seines umtriebigen, journalistisch geprägten Lebens. Leitlinie dieser vielen, bildhaften Geschichten des bekennenden Rheinländers, der eigentlich Westfale ist, bilden die elf Paragrafen des Rheinischen Grundgesetzes. Baltes zeigte sich begeistert von den Bremern, von ihrer Gelassenheit und davon, wie textsicher auch Nicht-Rheinländer die Lieder wie "Drink doch ene met" mitsingen konnten. Nach der musikalischen Lesung floss das Kölsch in Strömen und mit einigen Freunden und natürlich StäV-Wirtin Maria wurde ein Spaziergang über den Marktplatz, durch den Schnoor und an der Weser unternommen.
Das Buch "Rheinland", erschienen im Verlag Hoffmann und Campe, kostet 15 Euro (ISBN: 978-3-455-50232-9 ).
Mit Zange, Kette, Pranger und Galgen wandelt er durch unsere Altstadt: der Henker von Bremen. Kaum jemand ist vor ihm und seinen scharfzüngigen Bemerkungen sicher. Doch am letzten Sonntag machte er vor StäV-Chefin Maria einen Kniefall und wurde selbst zum "Opfer"... Meistens ist er im Bremer Geschichtenhaus anzutreffen.