Willy Brandt, Horst Ehmke, Herbert Wehner 1970. Willy Brandt, Horst Ehmke, Herbert Wehner 1970. Bildquelle: tagescschau.de/ picture-alliance / Sven Simon

Er war die rechte Hand von Willy Brandt: Horst Ehmke. Nun ist der frühere SPD-Politiker im Alter von 90 Jahren gestorben. Ehmke war einer der Wortführer der "linken Mitte" und galt als "Spezialist für alles", war Anfang der 1970er Jahre eine wichtige Stütze des damaligen Bundeskanzler Willy Brandt und leitete auch das Kanzleramt. Zeitweise war er Bundesminister für besondere Aufgaben, Forschungs- und Postminister. 1974 musste er wegen der Guillaume-Spionage-Affäre ausscheiden, war aber bis 1990 außenpolitischer Sprecher der SPD. Danach schrieb er Kriminalromane, die meistens im politischen Umfeld spielte. Ehmke kommentierte auch die Bonner Protestbewegung "Ja zu Bonn" und würdigte das Engagement der StäV-Gründer: "Drautzburg gehört zu denen, die Entscheidungen akzeptieren, aber nicht aufgeben. Mit der Ständigen Vertretung® hat er zusammen mit seinem Freund und Partner Harald Grunert eine Botschaft Bonns in Berlin aufgebaut. Hier wird nicht nur eine Region präsentiert.“