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Kuriosa - Fundstücke


Liebe Freundinnen und Freunde der StäV,

an dieser Stelle finden Sie kuriose Fundstücke aus der Presse, der Kneipe und dem Leben im allgemeinen. Haben auch Sie etwas Kurioses, oder wissen Sie wo wir etwas finden können, dann informieren Sie uns bitte und Sie erhalten von uns eine typische StäV Überraschung !

E-Mail: info@staev.de


Sonntag, 01.08.2010

Kurios: Für Kölsch-Kneipe
in Thailand raubte ein Kölner Banken aus

Köln. Es ist schon kurios: Ein Mann raubte in Deutschland Banken aus, um sich von dem erbeuteten Geld eine neue Existenz in Thailand aufzubauen. Und dabei handelte es sich um eine Kölsch-Kneipe. Ob dies der richtige Weg ist, erfolgreich mit Kölsch zu handeln, ist nun keine Frage mehr: Der Mann muss für acht Jahre in den Knast. Und das der gebürtige Kölner gerade in Düsseldorf festgenommen wurde...

Wer also eine neue Existenz aufbauen möchte und mit Kölsch handeln, gar irgendwo eine StäV eröffnen möchte, sollte sich zuvor mit den Inhabern der StäV zusammensetzen - und Banken überfallen sollte dieser auf gar keinen Fall!

 

Zum Artikel vom Kölner Express geht es hier


Da schrieb jemand an StäV-Mitinhaber Harald Grunert und adressierte den Brief an sein Lokal - eigentlich nichts ungewöhnliches, dennoch dachte sich wohl die Post, wegen des fehlenden Straßennamens, den Brief an das Auswärtige Amt zu senden. Dort stellte sich der Postempfänger wohl die Frage, um welche Ständige Vertretung es sich wohl handeln würde. Zack: Dann kam der Stempel: Zurück an Absender! wg. fehlender Angabe des Referarts / des Dienstortes. Aber so kam der Absender persönlich in die StäV und trug ein kleines kurioses Fundstück für diese Rubrik bei.

Der Künstler Wolf Leo gestaltete 1997 eine Wand eigens für die StäV in Berlin


Bundespräsident Johannes Rau anlässlich seines Geburtstages, den er in der StäV Berlin feierte.

Man sieht auf dem Bild Johannes Rau vor einer  Wand, die eigens für die StäV Berlin 1997 von dem Künstler Wolf Leo,

der in der Honnecker-Ära ein Dissident war, als Gesamtkunstwerk gestaltet wurde.

***

Folgende Situation spielte sich kürzlich vor dieser Wand ab:

Nach einem Gynäkologen-Kongress in Berlin unterhielten sich einige Teilnehmer desselben.

Einer entrüstet sich über das Banner... Der Nachbar fragt:

- Woher kommen Sie eigentlich, Herr Kollege?

- Aus Frankfurt...

- Am Main?

- Nein, Frankfurt / Oder.... Und Sie?

- Aus dem Siegerland....

Empört trat er zurück und sagte:

"Also, das muss ich mir wirklich nicht bieten lassen....",

steht auf und geht.

***

Nachtrag: Da sich jemand nach diesem Eintrag ebenfalls empörend über das "Siegerland"  ausließ und er sich der geografischen Lage der Bundesrepublik nicht bewusst war, sollte an dieser Stelle nocheinmal erklärend darauf hingewiesen werden, dass es sich beim "Siegerland" um einen Landschaftsteil in der Region Südwestfalen handelt. Wem dies auch nichts sagt, kann sich hier weiter informieren.


So kündigte die Kreuzberger Kneipe "Yorkschlösschen" die "Bläck Fööss" an.


Black Fööss - Ehrenbürger von Kreuzberg

       

Urkunde: Black Fööss werden Kreuzberger Ehrenbürger // Autogramm für die StäV anlässlich eines Konzertes der Black Fööss in Berlin


Berliner Zeitung erscheint am gleichen Tag, mit gleichem Text - aber mit verschiedenen Bildern !

       

Nanu, was ist denn da passiert: Die Berliner Zeitung vom gleichen Tag (11.05.09), mit dem gleichen Text, doch – unterschiedlichen Bildern. In der einen Ausgabe findet man ein Bild der Berliner StäV – in der anderen eines vom Café Einstein. Wieso, weshalb, warum? Wir fragten nach und erfuhren, dass die Berliner Zeitung tatsächlich zweimal am Tag gedruckt wird. Während die eine nachts bzw. früh morgens an Abonnenten geht und insbesondere für den internationalen Vertrieb produziert wird, richtet sich die spätere, zweite Ausgabe eher an die Berliner. Nun wechsele man gerne die Bilder aus, erfahren wir: wegen des lokalen Bezugs. Nun leuchtet es uns ein: Die StäV ist eben nicht nur in Berlin bekannt, sondern auch weit über die bundesdeutschen Grenzen hinaus. Daher konnten die StäV-Fans - beispielsweise in Bremen - eben die StäV sehen, wenn sie an diesem Tag die Berliner Zeitung zur Hand genommen haben.

Ach ja, hier der erste Teil des Artikels:


Von Drautzburgs "Schumann-Klause", Grunerts "Nachtcafé" und der StäV - eine kurioses Internet-Fundstück: Die Schwabbelbacke

Kurioses gibt es immer wieder – gerade im Internet. Auf meiner ständigen Suche nach Veröffentlichungen über die Ständige Vertretung stieß ich auf die Seite mit der Bezeichnung „Schwabbelbacke“ und eine sehr spannende Publikation, die wohl irgendetwas mit der StäV zu tun haben muss. Glauben Sie mir, was jetzt kommt ist der Original Wortlaut und als Beweis die Screen-Shots zum nachlesen:

       

Der frühere Verlauf der Berliner eingenommen.

Posted by admin on April 22nd, 2009 at 07:44pm

Viele weitere spielt auf die die Slawen. Einige große Inhaber, Friedhelm Friedel Drautzburg, hatte bekannten deutschen Politikern ausgeschmückt. Das Deutsche Inhaber, Friedhelm Friedel Drautzburg, hatte vorher schon seit 1970 bestehende Ständige Vertretung in der damaligen bei der DDR an. Januar 2008 spielt auf und vielfältige Architektur sind km². Spätaussiedler und aus 12 Friedel Drautzburg, hatte vorher deutschen Politikern 1990 bestehende Ständige Vertretung betrieb, rief Wien News Deutschland ausgeschmückt. Er wurde von 1876 bis Berliner Rathauses bekannten deutschen Politikern ausgeschmückt. Die Oranienburger spielt auf Geschichte mehrfach Hauptstadt bis zur Wiedervereinigung in geringste im März der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR an. Allein im Berliner Friedhelm Friedel von 1974 bis zur Wiedervereinigung in den beiden Hochflächen der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR an. Durch den Bundeshauptstadt auf die von 1974 bis zur Wiedervereinigung 1990 bestehende Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR an.


Alles klar!? Und weil das so schön war, noch ein weiterer Eintrag:

Auch heute noch mit plakatgroßen von 6.000 bis zur Hauptstadt. Die im dichten Bebauung und der großen Stadtfläche herrscht in mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands, größer als die Nummern DDR an. Durch die Neubebauung auf die von der vorher Grunert Nachtcafé 1990 bestehende Ständige ausgeschmückt. Die Oranienburger Straße mit 6? Jahrhundert begründeten Sammlungen do­ku­men­tieren in großer von bekannten deutschen Politikern ausgeschmückt.
Die genaue geographische Lage des Berliner 8,9 bis zur Wiedervereinigung 1990 die Kneipe Schumann-Klause in Klima Berlins Berlin/Brandenburg. Als Stadtstaat spielt auf Länge. 1954 wurde ein mit NN. Blick von Unter den Linden Drautzburg, hatte vorher deutschen Politikern 1990 bestehende Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR an. Umzüge, Paraden und Open die von 1974 bis zur voller 1990 ausgeschmückt. Deren gerades Teilstück wird für Kunst- und 17. Die innerstädtischen Temperaturunterschiede auf die von 24?
...

Oder auch dieser Eintrag:

Hierbei liegen Tzatziki zuerst Zwiebelspalten und Hochzeit das gleiche dann blieben in der 15.
Posted by admin on April 22nd, 2009 at 07:55pm
In der Stadt studieren Zwiebeln und Salat macht und dann im Kühlschrank hat gehts auch in fünf. Einer der Inhaber, Friedhelm Friedel und Salat macht und dann dann Salatvariation. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet und die Vertretung Beilage dann im Kühlschrank hat Vergoldung auch Fähigkeiten. Auch die Stiftung Preußische Zwiebeln und kebab? Berlin hat heute 3,4 Millionen Schüssel geben macht und dann gegrilltem oder gebratenem Fleisch fast verrühren. Über 300 Meter Tzatziki, Zwiebeln und Salat Hand voll und dann Salat verteilen gehts auch in fünf. ... Auf der Nord-Süd-Achse übernehmen die auch in die an einem dieser Zeit aber und andere Bildkünste der getragen. Auch die türkische Polizei ist eingeschaltet. ... Ebenfalls festgenommen wurde Ronny sich auch hervoragend macht und gemalenen im Kühlschrank hat gehts auch Materialien, wie 10. Weitere Sehenswürdigkeiten mehr mit Tzatziki bestreichen, unten als Beilage zu christlichen oder gebratenem Fleisch fast jeder Art.

Ist das nicht wunderbar! Es scheint, als wenn auf diesen Seiten irgendwelche Texte gemischt und per automatischer Sprachübersetzung aus dem chinesischen ins Deutsche übersetzt wurden. Zuvor sind wohl deutsche Texte ins polnische, diese ins russische, wiederum ins japanische, dann ins englische und vielleicht daraufhin ins chinesische um dann wieder ins deutsche übersetzt zu werden. Neue Sprachpoesie im Internet -  wenn die Dadaisten doch schon das Internet gekannt hätten...

Ich stöberte noch ein wenig auf der Homepage herum und entdeckte den Eintrag „Die beste Currywurst der Welt“ und gelangte auf die Seite „Doenerfreund.de“ und den Eintrag: „Es konnte leider keine Pommesbude in der Nähe von Berlin gefunden werden“. Soweit zum Thema "Wissensvorsprung dank Internet".


Wenn auch Sie einmal Kurioses in Zeitungen oder im Internet rund um die StäV und Themen wie Kölsch, Rheinische Spezialitäten, Friedel Drautzburg und Harald Grunert, Currywurst oder Politkult im Allgemeinen finden sollten, schicken sie uns diese einfach per e-Mail an: schwennen@staev.de . Und die Inhaber der StäV mögen mir verzeihen, dass ich sie zwischen Rheinische Spezialitäten (und das sind die beiden schließlich irgendwie auch) und Currywurst (die immerhin weltweit berühmt ist) gesetzt habe. Und nun freue ich mich, wenn mein Text demnächst auch ins russische, dann ins französische, abermals ins chinesische und dann zurück ins deutsche übersetzt wird.


Sie wünschen bitte?

Ein ostdeutscher Gastroführer von 1988 beschreibt das "Spezialitätenrestaurant Wein ABC" am Schiffbauerdamm, dem heutigen Sitz der StäV

 

Der Gastroführer "Sie wünschen bitte?" erschien in einem Ostdeutschen Verlag - vor dem Mauerfall. Das dort beschriebene "Wein ABC" war ein "Spezialitätenrestaurant" am Schiffbnauerdamm 8, wo heute die StäV beheimatet ist. Die Gasträume waren im "Stil dreier Epochen" gestaltet - aber lesen - und vorallem sehen - Sie selbst (Zum Vergrößern einfach die Bilder anklicken)


Und die Stäv-Berlin zieht die Konsequenz: Die Speisekarte gibt es auch auf chinesisch, japanisch und russisch! Hier ist sie


Als bekannt wurde, dass Henning Krautmacher die StäV besucht,

wurde sofort eine polizeiliche Berliner Sonderkommission gebildet.

Henning Krautmacher ( Frontmann der "HÖHNER" ) mit den Ordnungshütern,

die um die StäV - Berlin für Sicherheit und manchmal auch Gute Laune sorgen.

 


Tagesspiegel, 28.02.2009

BAD BOYS

Aschermittwoch in der "Ständigen Vertretung" in der Mitte.

Zwei junge Männer stehen vor einem Plakat von Joseph Beuys.

"Die Frau von Beuys hat früher bei uns in der Straße gewohnt."

"Ach."

"Die haben wir immer geärgert."

"Warum ? "

"Die hatte so eine Scheißfrisur."


EXPRESS, 16.02.2009

Ganz Köln diskutiert den Koma-Deckel

Von AYHAN DEMIRCI

Der Koma-Deckel als Kneipen-Lektüre, so wie hier im Alt Neppes: Knut Rehrmann (50 ), Dagmar Wunderlich (42) , Horst Breuer (45) und der Zauberer erörtern den Koma-Deckel.

67 Stangen á 0,2l - das entspricht 13,4 Litern. Foto: Michels

Eine Stadt, tausend Theken, ein Thema: Der Koma-Deckel vom Kunibertsviertel. Ganz Köln analysiert die Kölsch-Formel, die zwei Gäste des Brauhauses „Max Stark“ ins kölsche Stammbuch geschrieben haben: 2 Mann, 4 Stunden, 67 Päffgen-Bier

Montag gegen 14 Uhr, in der Kneipe „Alt-Neppes“. Stammgast Werner, den alle als „Der Zauberer“ kennen, ist in seinem Element: „Über das Thema lässt sich wunderbar schwadronieren! 67 Kölsch – das ist für zwei Leute schon ordentlich.“

Dann erzählt er, wie er einst auf einer Fahrt von Saarbrücken nach Lugano ein Pittermännchen (50 Kölsch) weggedrückt habe. „Als Beifahrer natürlich.“ Thekennachbar Horst Breuer (45, Juwelier) befürchtet angesichts des Koma-Deckels schon eine neue politische Verbots-Diskussion: „Wir haben das Thema Rauchen durch - bald wird es um den Alkohol gehen.“

Hunderte Leser diskutierten bereits auf EXPRESS.DE - lesen Sie mit, reden Sie mit! Hier eine Auswahl der Einträge:

• 67 Kölsch ist schon übertrieben. Trinke auch gerne mal einen - aber bleibe lieber beim Altbier! Gruß aus der schönsten Stadt am Rhein!
• Wenn ich die Erfahrungsberichte hier richtig verstanden habe, können einen richtigen Kerl 35-40 Glas Bier doch nicht umhauen, da kann man sogar
noch gerade stehen und Auto fahren. Alles andere müssen dann wohl Memmen sein. Gut, dass das noch rechtzeitig vor Karneval publik wird.
• Lächerlich! Da müssten meine Freunde und ich ja fast jedes Wochenende in der Zeitung stehen! Nach 30 Kölsch wird erstmal am Schnaps gearbeitet!
Das zeigt doch mal wieder, dass das Kölsch richtig legga iss... Muss man denn da gleich von alleholsucht sprechen? Ich hatte z. B. 67 Frauen in 4 Stunden.
• Wir verkaufen Grundbedürfnisse: lecker Kölsch und leckere Speisen. Das soll glücklich machen. Dabei gibt es unsererseits grundsätzlich keine Mengenbeschränkungen. Wer sich benimmt, darf bleiben! Und die von Ihnen als so sensationell beschriebenen (Stamm)-Gäste gaben niemals Anlass zur Kritik. Es gibt bei uns allerdings auch Grundsätze, die Missbrauch und Grenzenlosigkeit minimieren. Jüngere Besucher müssen sich im Zweifel ausweisen, Schnapstrinker mit Hang zum Exzess sowie Auto fahrende „Idioten“ stehen unter erhöhter Beobachtung und werden schnell den Spaß an unserer Kneipe verlieren. Don't drive, drink! Dä Weet Wolfgang (Max Stark) Wäre eventuell interessant zu wissen, ob oder wie oft sie zum Pinkeln gegangen sind.
• Die Frage ist doch: Möchte ich in einer Gesellschaft leben wo Komasaufen, Kiffen oder sonstige Drogen legal sind? Hier ist jeder gefragt.
Ich bin froh auf meine Kumpels, die mich nie hängen lassen würden. Wir können auf einander vertrauen und müssen den allgegenwärtigen Ärger nicht ertränken.
• Ich war früher Gelegenheitstrinker und 50 Kölsch haben mich nicht aus der Bahn geworfen. Meist gab's zum Bier auch noch zahlreiche Aquavit.
Ich konnte dann sogar ohne Schlangenlinien mit meinem Auto in die heimische Garage fahren. Übrigens, seit 23 Jahren trinke ich keinen Alkohol mehr!
• Dass man darüber diskutiert ist schon erschreckend. Man(n) wird ja noch ein Bier trinken dürfen. Ich bin der mit 35 Kölsch, der als breiter Strich das
Lokal aufrecht verlässt...
• 13,4 Liter. Also für jeden über 6 Liter – also das ist krankes Saufen. Ich bin kein Fan von Alkohol aber ich würde auch nie auf die Idee kommen,
6 Liter Mineralwasser zu trinken in einer Kneipe. Ein Bekannter vor mir hat gestern bestimmt 10 Kaffee getrunken, muss ich den jetzt anzeigen?
Das ist doch ungesund, und wenn der jetzt umfällt? Bin ich jetzt mitschuldig? Und dann habe ich noch einen gesehen, der hat bestimmt 6 Mettbrötchen gegessen. Gefährlich!!! Mir als Gastwirt sind Menschen bekannt, die ich nach 30 Kölsch noch nicht wirklich als betrunken bezeichnen würde!
Rekordhalter ist einer, der alleine ein 10 Liter Pittermännchen geleert und danach noch ein paar Wodka-Lemon getrunken hat. Dann habe ich das Taxi gerufen.

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KÖLNER STADTANZEIGER, 21.01.2009

„Wir sind halt nicht im Kloster“

Von Tim Stinauer

Seit Jahren sitzen Hans-Wilhelm Daube und Udo Blumer im Kölner „Klingelpütz“. Im Interview erzählen die Knackis, warum es früher in der Zelle gemütlicher war, die Neulinge immer aufmüpfiger werden und weibliche Aufseher gut ankommen. Ossendorf - Hans-Wilhem Daube (63) kam 1961 erstmals hinter Gitter, bis heute saß er 14 Jahre im Gefängnis. Udo Blumer (43) hat von den vergangenen 26 Jahren die Hälfte im Knast verbracht.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Hat es geschmeckt heute Mittag?

HANS-WILHELM DAUBE: Soll ich ehrlich sein? Ich bin Koch, habe 1985 den Meister gemacht. Wenn ich das Essen hier drin vom Fachlichen her sehe, muss ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

UDO BLUMER: Ach, komm, es geht. Mal schmeckt's gut, mal nicht so. Wir sind ja hier nicht im Hilton. Wenn ich anständig essen will, muss ich draußen bleiben und brav sein.

War das Essen im Klingelpütz früher besser?

BLUMER: Nein, da hat sich in 26 Jahren nicht viel verändert. Es gibt immer noch den Bauchspeck, es gibt immer noch das Fischfilet, den Herings-Stipp und ein Mal in der Woche die Nudeln mit der roten Soße.

DAUBE: Aber etwas anderes hat sich geändert: Es gibt heute richtige Toiletten auf den Zellen. 1961, im alten Klingelpütz am Hansaring, haben wir noch gekübelt: Da gab es einen Stuhl mit einer Zinkwanne drin und einem Deckel drauf. Wenn man Notdurft hatte, musste man nur den Deckel hochklappen. Und wenn die Bediensteten die Kübel zum Ausleeren weggetragen haben, hat das ganze Haus gestunken. Aber trotzdem: Es war gemütlich.

Gemütlicher als heute?

BLUMER: Es war einfach anders, es gab noch Werte unter den Gefangenen. Du hast morgens eine Stange Tabak an die Zellentür gehängt, die war abends noch da. Wenn du heute ein Blättchen fallen lässt. . .

DAUBE: . . .wird Dir das geklaut. . .

BLUMER: . . .und zwar bevor es den Boden berührt.

DAUBE: Die ganze Mentalität der Gefangenen hat sich geändert. Die jungen Gefangenen sagen immer: »Wir haben Rechte!« Die vergessen aber, dass sie auch Pflichten haben. Die rennen sofort zum Beamten und verraten dich, wenn sie sich einen Vorteil versprechen. Die hauen sogar die Beamten in den Sack, schieben denen irgendwas in die Schuhe, nur damit sie einen Vorteil kriegen. Wenn ich als junger Häftling so gewesen wäre, hätte ich von den älteren was auf die Ohren gekriegt.

BLUMER: Vor allem die Gefangenen aus dem Ostblock bringen diese alten Werte nicht mehr mit, vielleicht haben die das zu Hause nie vermittelt bekommen, wer weiß. Der Grundsatz »Ein Mann, ein Wort« gilt bei denen nicht. Aber ich will nicht groß schimpfen, Arschlöcher gibt es überall. Wir sind halt im Knast, nicht im Kloster.

DAUBE: Wir haben früher mehr untereinander geregelt, ohne die Beamten. Und das lief auch. Wenn ich mit einem anderen Gefangenen etwas zu regeln hatte, habe ich dem gesagt: »Pass op, Jung. Du hast exakt fünf Minuten, sonst kriegst Du eine gelöscht«, und dann war das Thema erledigt. Aber das geht heute nicht mehr. Die Atmosphäre ist ungesünder geworden.

Gilt das auch für den Umgang mit den Bediensteten?

DAUBE: Ach, hör auf. Du musst heute für jeden Dress einen Antrag schreiben. Ein riesiger Verwaltungsapparat ist das, da können die Beamten nichts dafür. Die müssen ja auch tausend Vorschriften beachten.

BLUMER: Die haben nicht die Zeit, sich mal in Ruhe mit Dir hinzusetzen - wenn Du Stress mit der Freundin hast oder wenn Du einen blöden Brief bekommen hast.

DAUBE: Früher hat man fast alles mündlich geregelt. Da fragte der: »Jung, wat willste han? Komm, hol et dir, aber in fünf Minuten bist du wieder hier.« Und dann war ich auch in fünf Minuten wieder hier.

BLUMER: Was unter den Gefangenen galt, galt auch zwischen Gefangenem und Bediensteten: Ein Mann, ein Wort. Wenn Du Dir ein Tütchen geraucht hast, haben die Beamten darüber hinweggesehen. Die sagten sich: »Der Jung hätt den ganzen Tag gearbeitet, da soll er sich abends ruhig sing Pief rauche. Solang der keine anderen versorgt und nit breit üvver die Abteilung läuft...« Und der konnte sich drauf verlassen, dass wir uns daran halten.

DAUBE: Genau. Das fehlt mir heute, dieses Zwischenmenschliche.

Also war früher alles besser.

DAUBE: Nee, so auch nicht. Dass wir inzwischen Frauen als Bedienstete haben, das finde ich zum Beispiel gut. Was haben die alten Gefangenen damals geschimpft: »Wat sulle wir dann he mit Wiever?« Und heute merkst du, dass da gleich eine ganz andere Atmosphäre auf der Station herrscht, wenn eine Frau arbeitet.

Woran merkt man das?

BLUMER: Es herrscht ein vornehmerer Ton, die Stimmung ist insgesamt ruhiger.

DAUBE: Ich kenne sogar einen, der rasiert sich extra, wenn eine Beamtin Dienst hat.

BLUMER: Echt? Das ist ja lieb.

DAUBE: Ja, aber ich nicht. Ich bin aus dem Alter raus.

Was hat sich noch positiv entwickelt?

DAUBE: Dass wir eine Gefangenen-Mitvertretung haben. Das gab es früher nicht. Die Jungs können bei manchen Entscheidungen der Anstaltsleitung ein bisschen mitreden.

Sie sind beide jetzt zum sechsten Mal im Gefängnis. Wollen Sie gar nicht vernünftig werden?

DAUBE: Ich bin im Rotlichtmilieu groß geworden: Körperverletzung, Zuhälterei, Hehlerei. Es ist nicht leicht, da wieder rauszukommen. Bis 2007 hatte ich eine Kneipe auf der Venloer Straße. Dann flog die Polizei mit Tatütata und Tralala ein, stellte den Laden auf den Kopf, fand Kokain und Waffen. Jetzt sitze ich wieder neun Jahre hier.

Haben die früheren Haftstrafen Sie gar nicht beeindruckt?

DAUBE: Wenn ich durch meine eigene Dummheit wieder hierher gekommen wäre - okay. Aber Leute, die ich Jahre kenne, die für mich Drogen verkauften, die haben mich bei der Polizei verraten. Das enttäuscht mich. Das macht mich böse.

BLUMER: Ich habe mich mit Zwölf entschieden, kriminell zu leben. Habe das schnelle Geld genossen, mir was Teures geleistet. Dann kamen Drogen dazu. Ein Scheißzeug, das alles kaputt macht. Dieses Leben macht dich irgendwann müde. Ich habe es satt, es reicht. Im April komme ich raus. Auf mich wartet eine tolle Frau, ich denke, ein paar Lampen sind bei mir da oben noch an.

Was ist Ihr Plan?

BLUMER: Gerüstbau, wie früher.

Haben Sie etwas gelernt?

BLUMER: Ja, einbrechen. Wobei, nicht mal das richtig. Sonst wäre ich ja nicht so oft hier gelandet.

Das Gespräch führte Tim Stinauer

Aus: Kölner Stadtanzeiger 21.01.2009

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Es war einmal in einer Kneipe

Die klügsten Leitartikler und Wirtschaftswissenschaftler haben es versucht. Doch so einfach und lustig wie der unbekannte Verfasser eines im Internet kursierenden Textes hat uns noch niemand erklärt, wie es zur weltweiten Finanzkrise kommen konnte. Viel Spaß beim Lesen dieser ins Schwarze treffenden Analyse!

Mandy besitzt eine leider nicht sehr erfolgreiche Kneipe in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren.

Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft drängt sich in Mandys Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy die Preise für Bier und Schnaps und steigert damit auch massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandys Erfolg und bietet ihr eine unbegrenzte Kreditlinie an.

Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung. Zur Refinanzierung – eine Bank muss ja ihr Geld irgendwo herkriegen – taufen top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen um, nennen sie SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND.

Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA (Super Prima Anleihen) und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per E-Mail abgesichert.

Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren.

SPA ist ein Hit, Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.

Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk-Manager (der später wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandys Kunden langsam abzukassieren (fällig zu stellen nennen das die Banker).

Überraschenderweise können weder die ersten noch die folgenden Kneipenkunden ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen.

SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND verlieren 98 %. Mandys Kneipe geht pleite. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs.

Beide hatten sich von Mandy lange und gerne mit Super Prima Anleihen bezahlen lassen. Der Bierlieferant wird wegen der besonderen Bedeutung der Bierindustrie vom Staat teilweise entschuldet und von einer belgischen Investorengruppe übernommen.

Die Bank wird durch den Staat mit Steuergeldern gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus...

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Köln - Jopie Heesters’ Geheimnis

Ich trinke jeden Tag mein Kölsch

Schon fast erblindet, steht der geborene Niederländer immer noch gerne
im Smoking auf der Bühne und ölt seine Stimmbänder mit kühlem Kölsch.
Foto: Jens Hartmann


Von PHILIPP J. MECKERT

Er ist eine lebende Legende. Er ist der weltweit älteste aktive darstellende Künstler. Er ist im 106. Lebensjahr – und jetzt verrät Jopie Heesters dem EXPRESS, was sein Methusalem-Geheimnis ist: „Ich trinke jeden Tag mein Kölsch!“
Abend für Abend steht der fast erblindete Heesters in Hamburg auf der Bühne des Winterhuder Fährhauses, als Kaiser Franz Joseph im Singspiel „Im Weissen Rössl“, nahm dort sogar seinen siebten Bambi entgegen. Jetzt läuft nächste Woche mit viel Tamtam auch noch Til Schweigers große Kinokomödie
„1 1/2 Ritter“ an. Mit dabei: Jopie Heesters! Woher hat er nur diese Kraft? Die Antwort ist so kurz wie ein schneller Schluck: Kölsch!
EXPRESS erreicht Jopies Ehefrau Simone Rethel (beide heirateten 1992) an der Elbe: „Also mein Mann trinkt am liebsten Gaffel. Hier in Hamburg-Eppendorf, wo wir zurzeit wohnen, gibt es einen kleinen Edeka-Markt. Da kaufe ich immer ein paar Flaschen für meinen Jopie ein.
“ Die Schauspielerin weiter: „Wir trinken auch zuhause am Starnberger See am liebsten aus Kölschgläsern, auch Saft oder Wasser. Die sind so schön handlich.“
Täglich ein Bierchen. Das, so versprechen Ärzte, schützt das Herz, verhindert Nierensteine, fördert die Aufnahme von Sauerstoff im Organismus.
Wichtig, um vital zu bleiben.
Jetzt darf sich Jopie bald über eine neue „Kölsch-Connection“ freuen: Die Gaffel-Brauerei will ihrem ältesten Kunden zu Weihnachten einen Kasten Kölsch unter den Baum legen. „Heesters ist ja sogar noch fünf Jahre älter als unsere Brauerei“, betont Firmenchef Heinrich Philipp Becker.
„Das macht uns besonders stolz.“


So fies kann der Kölner andern Biersorten gegenüber sein.

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Quelle: Kölner Express

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Quelle: Kölner Express vom 09.11.2008

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12. November 2008

NEUES AUS DER HAUPTSTADT

Caes Nooteboom (Foto: picture-alliance)

Peinliche Panne

Cees Nooteboom und die deutsche Gründlichkeit

Von Jacques Schuster

Der Schriftsteller Cees Nooteboom ist in der Literaturwelt wohl bekannt. In Berlin erhält er an diesem Mittwoch die Ehrendoktorwürde der Universität, seine Romane sind Bestseller. Als normaler Nutzer der Berliner Staatsbibliothek aber hat er es schwer – wie er jetzt feststellen musste.

Der Schriftsteller Cees Nooteboom scheiterte an der Ausleihe der Berliner Staatsbibliothek an einer Formalie

Cees Nooteboom ist in Berlin, und die Stadt freut sich darüber. An diesem Mittwoch erhält der niederländische Schriftsteller sogar die Ehrendoktorwürde der Freien Universität. Auch nach der Feierstunde wird Nooteboom an der Spree verweilen. Nooteboom liebt Berlin, besucht die Stadt häufig und hat seine Erlebnisse sogar in einem Roman („Allerseelen“) verarbeitet. Er findet in Deutschland besonders viele Leser. Derzeit sitzt Nooteboom an einem Essay über Umberto Eco.

Ab jetzt wird der Bericht peinlich, denn nicht alle kennen den Schriftsteller. Warum sollte ihn auch jeder kennen, werden Sie denken. Zu Recht. Doch zumindest die Mitarbeiter der Staatsbibliothek sollten eine Ahnung haben, dass es sich bei Herrn Nooteboom nicht gerade um Cees, den Freund von „Käse-Klaus“, handelt, der auf Berliner Wochenmärkten holländische Milchprodukte verkauft.

Nooteboom also besucht die Staatsbibliothek, um im Lesesaal zu arbeiten. Er stößt auf Bücher, die nicht frei zugänglich sind, und muss zurück zum Schalter, um sich einen Sonderausweis zu besorgen, damit er die seltenen Werke einsehen darf. Doch der Niederländer scheitert.

Nooteboom hat seinen Führerschein, nicht aber seinen Pass dabei. „Jeht also nich.“ Nooteboom bleibt höflich, erklärt, dass alle seine Bücher in der Bibliothek vertreten seien, ihm die Ehrendoktorwürde der FU verliehen und er zudem hier noch einen Vortrag halten werde. Die Antwort lässt sich erraten: „Und wo is der Pass?“

Nooteboom erklärt, dass er das Reisedokument nicht einmal beim Grenzübertritt benötige, und er die Bücher doch nur einsehen wolle. „So aber nich.“

Nooteboom bittet um einen Vorgesetzten. Der kommt in Form einer Dame. Sie hört sich die Geschichte an und verweist freundlich auf die deutsche Gründlichkeit. Nun platzt Nooteboom der Kragen: Als heute 75-Jähriger habe er diese Gründlichkeit schon einmal kennengelernt. Zum Glück hat der Schriftsteller nicht Ernst Jünger zitiert: „Erst lochen sie einem die Fahrkarte und dann den Hinterkopf.“

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Tod in der Kölschkneipe

Liebe StäV-Freunde,
nach dem mittlerweile europaweit bekannten Mord in unseren Toiletten haben wir uns entschlossen, statt einer aufwendigen Reinigung gleich komplett neue Toiletten zu bauen. Diese sind allerdings auch inzwischen ein riesiges Diskussionsthema in der Hauptstadt. Am besten Sie kommen vorbei und lassen sich von Mr. Bird eine persönliche Führung durch die WC-Informationsräume angedeihen. Ihre StäV-Online-Redaktion

Jan Bergrath stellte sein Buch am 9. Oktober 2008 in der „Ständigen Vertretung“, Schiffbauerdamm 8, vor.
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TAGESSPIEGEL, 07.10.2008

Die „Ständige Vertretung“ ist Kneipe – und Tatort:

Hier spielt Jan Bergraths Thriller „Tödliche Energie“

Sie ist bekannt als touristenfreundlicher Treffpunkt der Bonner in der Berliner Diaspora – die „Ständige Vertretung“ am Schiffbauerdamm in Mitte. Jetzt wird sie auch noch Schauplatz eines Verbrechens: Mit einem Mord lässt Jan Bergrath hier seinen neuen Thriller „Tödliche Energie“ beginnen, der in kriminelle Niederungen des Wirtschaftslobbyismus in der Brüsseler EU-Verwaltung führt. Mit freundlicher Genehmigung des Kontrast-Verlages drucken wir eine gekürzte Textprobe ab, vorbereitend auf die Vorstellung des Buches durch den Autor – natürlich am Tatort.

In den letzten Minuten vor der Halbzeit kam noch einmal Spannung auf. Teuscher, sein ehemaliger Redaktionskollege aus Köln, fieberte weiter mit. Eine ältere Frau kam plötzlich ganz aufgeregt aus der Toilette und ging händefuchtelnd an die Theke. (...)
„Jetzt ist sie weg“, riss ihn Teuscher aus seinen Gedanken.
„Wer ist weg?“, fragte er.
„Na diese Rothaarige, die du die ganze Zeit angestarrt hast. Ist gerade zur Tür raus. War aber auch ein Schuss, was?“
„Ganz okay“, wiegelte Brandt ab. Er fühlte sich ertappt. (...)
„Hast du auch so einen Druck?“, fragte Teuscher, wartete aber gar nicht erst auf eine Antwort, sondern startete gleich los. Mit ihm drängte ein Schwung Gäste auf einmal zur Toilette. Urplötzlich tauchte der Toilettenmann wieder auf und versperrte mit seinem Körper die Tür, auch der Kellner kam hinter die Theke zurück und griff zum Telefon.

„Was ist denn da los?“, fragte Brandt einen Gast, der gerade unverrichteter Dinge zurück zu seinem Tisch wollte. Der Mann war genervt.„Mit Schiffen wird’s vorerst nichts", schimpfte er. „Da liegt eine Drogentote auf dem Damenklo.“

Notarzt und Polizei waren nahezu zeitgleich in die Ständige Vertretung gekommen. Es schien, als hätten nur die Gäste im unmittelbaren Thekenbereich davon Kenntnis genommen. Der Toilettenmann hatte inzwischen die Tür zum Toilettenbereich geschlossen. Das Notdurftmanagement funktionierte. Ein Kellner schickte konsequent alle Leute, die zum Klo wollten, in die Berliner Republik.

Brandt war gar nicht aufgefallen, dass die junge Frau nicht wieder von der Toilette zurückgekommen war. Der Klomann hatte ihm konsequent den Einlass verweigert. Doch Brandts sehr exakte Beschreibung, die er ihm geben konnte, schien, wie er sofort befürchtet hatte, genau auf die Tote zuzutreffen. Sie lag, so viel hatte er dem leichenblassen Mann entlockt, leblos neben der Toilettenschüssel. Und sie hatte nichts dabei, wodurch man sie identifizieren konnte. Dafür hatte man neben der Toten eine Spritze gefunden. (...)Brandt war zutiefst geschockt. Vor allem über die spürbare Gleichgültigkeit der Gäste. Auch Teuscher nahm das durch nichts bewiesene Gerücht, die junge Frau sei eine Drogentote, als Tatsache einfach so hin. Das enttäuschte ihn am meisten, wie er sich eingestehen musste. Er kannte die junge Frau überhaupt nicht, für die er einige Augenblicke zuvor noch Interesse, ja sogar etwas wie Sympathie empfunden hatte. Er hatte in seiner berufsbedingten Neugier und Fantasie sicher am Ende recht fragwürdige Schlüsse über das Geschehen am Nachbartisch gezogen. Spekuliert. Im Grunde ging es ihn gar nichts an. Doch eins stand für ihn fest: Die Ständige Vertretung war keine Kneipe für einen goldenen Schuss. Und mit Drogen hatte diese junge Frau nichts zu tun. (...)

Teuscher orderte völlig unberührt noch zwei Kölsch. „Prost“, sagte er lächelnd. „Auf den Schreck.“Brandt bemühte sich, ihn auszublenden und die Bilder in seinem Kopf zu ordnen. Sie machten keinen Sinn. Eine junge und für seine Einschätzung etwas schüchterne Frau traf sich mit einem Mann, den Brandt vom gesamten Habitus spontan, wenn nicht in eine Bank, so doch in die Abteilung Regierungsbeamte, mittlerer Dienst, stecken würde. Die Chance, dass er damit sogar recht haben könnte, stand gar nicht so schlecht. Im Zuge der Vorbereitung für die Feiern zum fünfzigjährigen Jubiläum der Europäischen Union waren genug offizielle Vertreter in der Hauptstadt. (...)Die beiden waren freundschaftlich, wenn auch distanziert miteinander umgegangen. Sie hatte ihm irgendwelche Papiere gezeigt, die er lächelnd zur Kenntnis genommen und an sie zurückgegeben hatte. Das konnte alles Mögliche gewesen sein. Eine vorbereitete Rede für irgendeinen Festakt. Streng vertrauliche Dokumente für bilaterale Verhandlungen. Ein Vier-Augen-Hintergrundgespräch mit einer jungen Journalistin, wie sie tagtäglich in den Berliner Restaurants und Kneipen stattfanden. Es machte erst gar keinen Sinn zu spekulieren. Nur eines stand fest: Kurz nachdem der Mann sehr überraschend, wie Brandt empfand, seine Gesprächspartnerin zurückgelassen hatte, ging diese zur Toilette und wurde dort wenig später tot aufgefunden.Ohne ihre Hängetasche.Bitte, achten Sie auf Ihre Handtasche! Diese Warnung kam definitiv zu spät.
„Das Spiel geht gleich weiter“, stieß ihn Teuscher an (...). „Ich wette mit dir, die Jungs drehen jetzt noch mal so richtig auf.“ „Da stimmt was nicht“, sagte Brandt reflexartig. Das Spiel war ihm mittlerweile völlig egal.
„Was stimmt nicht?“
„Das ist keine Drogentote.„Na und? Was kümmert es dich? Auch noch ein Kölsch?“

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STÄV BERLIN, 9.Oktober 2008

Jan Bergrath stellte sein Buch vor

Jan Bergrath (2 von rechts) mit den Inhabern der StäV Harald Grunert (2 von links) und Friedel Drautzburg (rechts)

Begeisterte Leser lassen sich von Jan Bergrath ihre Bücher signieren.
Jan Bergrath: Tödliche Energie. Ein Europa-Thiller. KontrastVerlag, Pfalzfeld. 286 Seiten, 9,90 Euro
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Quelle BILD

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Quelle: Bild vom 06.10.2008

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Wir, die StäV, möchten gerne wissen wer die Absender der Karte sind ! Günter und Ina bitte melden !
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Quelle: Kölner Express vom 28.08.2008

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In der "Ständigen Vertretung" gibt es die interessantesten und meist diskutierten Toiletten im Großraum Berlin . . . Alleine deshalb lohnt sich ein Besuch . . . Und auch Mr. Bird ist hier zugegen ...


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H. Grunert ist froh, dass das "S" und nicht das "T" ausgefallen ist . . .

was der Ausfall eines Leucht-Buchstaben anrichten kann . . .

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Quelle: Kölner Express vom 29. März 2008

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Die TuS ist jetzt auch in Berlin akkreditiert...

bei der Ständigen Vertretung des Rheinlandes

Als die Bundesregierung vom Rheinland nach Berlin zog wurde die Idee der StäV geboren. Die Privatbrauerei Gaffel, Marktführer in der rheinischen Gastronomie, eröffnete mit dem Bonner Kneipier Friedel Drautzburg und Harald Grunert an der Spree die erste Ständige Vertretung des Rheinlandes.



Kein Wunder, dass die kölscherprobten Bundestagsabgeordneten die StäV sofort zur Stammkneipe erkoren und Rheinländer in Berlin die Stäv als ersten Anlaufpunkt suchen...

Als ich im Sommer 2005 in Berlin war und dort sofort anhand eines TuS Koblenz-Shirts als Rheinländer identifiziert wurde, drehte sich das Gespräch schnell um Fußball und auch um die TuS, die gerade im DFB-Pokal die Hauptstadt-Kicker von Hertha BSC Berlin zugelost bekommen hatte.

Die Sympathien für die TuS waren gross, und die Frage kam auf, ob ich nächstes Mal einen Schal der TuS mitbringen könnte - wenn möglich nachdem wir die Berliner aus dem Pokal rausschmeißen würden... Nunja,rausgeschmissen haben wir sie nicht (3:2 n.V. für Hertha), aber wir hatten die Berliner doch auf dem Oberwerth in arge Bedrängins gebracht.

Ein Jahr später war es soweit - ich war wieder in Berlin. Klar, dass ich in die StäV musste... Den Schal übergab ich nun offiziell bei einigen Runden Kölsch an den Inhaber und Gründer der StäV, Friedel Drautzburg, der versprach, dass der Schal des neuen rheinländischen Zweitligisten einen Ehrenplatz im Lokal bekommen würde. Und wieder ist die TuS im DFB-Pokal vertreten - diesmal in der ersten Runde gegen "Chemie" Leverkusen, sodass bei der "kölsch" orientierten Belegschaft der StäV den Koblenzern fest die Daumen gedrückt werden gegen die "Kölner Vorstädter"...

Friedel Drautzburg mit dem DFB-Pokal-Schal der TuS, daneben steht der Bad Emser
Bundestagsabgeordnete Josef Winkler (Die Grünen), ebenfalls Stammgast in der StäV,
mit dem wir an diesem Abend so einige Runden Kölsch tranken...

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Quelle: Die WELT vom 23.08.07

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"KABINETT-BONN" // HEFT 2 / 2007

Karl Garbe, Chef der Zeitschrift "Kabinett-Bonn", sonderte in dem horizonteaufreißenden Werk u.a. folgendes ab:


StäV als diejenige welche...

StäV ist eine Stelle, wo der Rhein in die Spree fließt.

Wer StäV hat, brauch keinen Koffer in Berlin.

StäV ein trojanisches Pferd in Spray-Athen

StäV bringt es an den Tag:
Trunkenheit nicht am sondern wegen Steuer...

Auch ohne Suchmaschine finden sich alle im StäV.

Selbst mit dritten Zähnen gibt es im StäV was zu beißen.

Nicht aus Wut, aus Bierseligkeit hat man im StäV Schaum vorm Mund.

Über Geschmack lässt sich streiten, Geschmacklosigkeit macht einen Bogen ums StäV.

StäV das heißt: Gastronomische Sternstunden bei astronomischen Umsätzen

Wer ins StäV geht, geht dort selten baden...

Durst wird durch StäV erst schön.

StäV - eine Art Standortvorteil für Berlin

Man nehme: Die Bilder und andere Accessoires der Zeitgeschichte, das zerknitterte und vergilbte Damals und Anderswo, Scharfes und Süßes, Lautes und Leises aus dem Blätterwald, einen Schuss Wehmut, ein wenig Kauderwelsch, eine Handvoll Zwischentöne und eine Prise Polyglottes, den Ruch der Kumpanei, etwas zerstoßene Distanz, zwei Scheiben Relection, so wie einen großen Löffel voll Spaß und Freud.Dieses gut gemixt ergibt den Cocktail "StäV".

Friedel 1. von Drautzburg zu Schnauzbart
Wer oder was ist dieser SuperKauz?
Ein Minnesänger des FöderalisMus?
Ein Seelenfischer am Schiffbauerdamm?
Ein Liebhaber ulkiger Nudeln?
Ein Zeitzünder für abendliche Knalleffekte?
Friedel ist ein Satzbauer:
Er fand den Weg vom Einsatz über den Vorsatz zum Umsatz oder auch
von der Drautzburg über die Schnauzburg zur Kauzburg.
Friedels Kölsch bringt den altberliner Stechschritt zum Wanken.
Bei ihm darf jedes Würstchen seinen Senf dazutun.
Drautzburg ist einer, der den Grass wachsen hörte.

Friedrich II. brachte die Kartoffeln nach Berlin, Friedel I. den halven Hahn.

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In Deutschland gibt es eigentlich genug Ärzte, aber sie sind sehr "schlecht verteilt".

Das fand das Wissenschaftliche Institut der AOK heraus. So praktizieren in manchen Gegenden fast keine Hausärzte mehr. Gerade in den endlosen Weiten Niedersachsens oder Mecklenburg-Vorpommerns kommt auf 20 000 Patienten nur ein Hausarzt, der in der Regel auch noch als Veterinär oder Friseur tätig ist. Dagegen lauern in Hamburg-Blankenese oder München-Bogenhausen vor jeder schmiedeeisernen Haustür mindestens drei plastische Chirurgen und zwei Zahnärzte und bieten ihre Dienste an. Im Hochtaunus, dem reichsten Landkreis Deutschlands, kommt es immer wieder zu unerklärlichen Unfällen.
Für gewöhnlich stellt sich heraus, dass wegelagernde Orthopäden einen wehrlosen Mercedes-500-Besitzer in den Straßengraben gedrängt haben, um dem Bewusstlosen blitzschnell ein Kniegelenk und zwei künstliche Hüften einzubauen. Als in der Wiesbadener Oper ein Tenor ohnmächtig und die Frage gestellt wurde, ob zufällig ein Arzt im Raum sei, stand der ganze Saal komplett auf und drängte auf die Bühne. Dort machte sich aber schnell Enttäuschung breit, als klar wurde, dass der Tenor nur DAK-Mitglied war.

Quelle: Die Welt 30.Juni 2007

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Quelle: Tagesspiegel, Berlin

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Es gibt Pläne für ein allgemeines Rauchverbot im Auto.

Dieses Vorhaben wird kontrovers diskutiert, aber es spricht viel dafür. Neben dem Fahrzeugführern kann man ja eigentlich nur eins machen: entweder telefonieren, rauchen oder trinken.Telefonieren ist sowieso nur noch mit Freisprecheinrichtung erlaubt, also könnte man die Zigarette auch noch in den Fahrer einspeisen, über eine Art Freirauchanlage. Dann sieht es auf dem Fahrersitz langsam wie in der Intensivstation aus,vor allem wenn das Navigationssystem auch noch den Promillegehalt und den Blutdruck des Lenkers anzeigt.
Wenigstens sollte man in jedem Auto eine Nichtraucherzone ausweisen. Es wurde auch schon angeregt, das Rauchen nur noch im Kofferraum zuzulassen, aber viele Fahrzeugbesitzer sperren sich dagegen, weil man den Wagen vom Kofferraum nur schwer lenken kann. Auf der A 2 zwischen Bielefeld und Hannover will man probehalber eine Raucherspur einrichten, auf der man höchstens mit 80 Kilometern in der Stunde fahren, dafür aber unbe-grenzt rauchen darf. Ein ebenfalls diskutiertes Rauchverbot unter Wasser wird sogar vom Umweltministerium abgelehnt. Es würde den Bestand der beliebten Räucherfische bedrohen.

Quelle: Die Welt 19.02.2007

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Quelle: Die Welt vom 08.02.2007

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Zu einer Studie aus der Welt vom Sonntag, den 04.02.2007

Studie: Männern ohne Bewegung droht Impotenz

Tipp: Mann kann auch zu Fuß zur StäV kommen


Quelle: Die Welt vom 25.01.2007

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Kann uns einer der Gäste der StäV oder Leser bitte erklären, warum dort " Ständige Vertretung " unter dem Foto von Heesters steht ?

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Von Chaos und Visionen

Der Chef des Admiralspalasts, Falk Walter, hat für 2007 große Pläne: Bad, Club und Café werden eröffnet

Von Matthias Oloew

Die neuen Fenster sind endlich drin. Jetzt beginnt der Innenausbau des Cafés. Dabei wollte Falk Walter nach der ursprünglichen Planung mit der Eröffnung des Cafés im Admiralspalast anfangen – und so schrittweise den neuen, alten Amüsiertempel am Bahnhof Friedrichstraße wieder in Betrieb nehmen. Doch es kam alles anders und vor allem viel anstrengender als geplant. Statt des Cafés eröffnete zuerst das Theater mit der Premiere der „Dreigroschenoper“ in der Regie von Klaus Maria Brandauer.

„Ich bin froh, dass nach dem schweren und holperigen Start das Boot jetzt richtig anfängt zu schwimmen“, sagt Falk Walter. Er ist zufrieden mit der Auslastung des Hauses, auch wenn er die Zahlen für sich behält. Die „Dreigroschenoper“ war jedenfalls trotz des zunächst befürchteten Desasters ein großer Erfolg – fast alle Vorstellungen ausverkauft. Und auch der nun gastierende Helge Schneider zieht die Massen an. Es gibt nur noch wenige Karten. Walter ist sich sicher: So einen leicht chaotischen Start, wie er ihn mit seinen Geschäftspartnern hingelegt hat, könne nur in Berlin akzeptiert werden: „Die Berliner nehmen diese Halbfertigkeit humorvoll und entspannt hin.“

... zum Thema:

Auch wenn der zunächst geplante Zeitplan kräftig in Verzug ist, sollen Bauzäune an der Friedrichstraße und im Hof bald der Vergangenheit angehören. Das Café wird im Frühjahr eröffnet, genauso wie der Club im Keller, der über eine Treppe im Hof zu erreichen ist. Vorher werden aber noch die restlichen Arbeiten an der erstaunlich großen Studiobühne unterm Dach abgeschlossen: Mitte Januar ist die mobile Tribüne fertig, die es den Theatermachern erlaubt, Bühne und Zuschauerraum variabel zu gestalten. Bisher ist die Bühne immer noch eine Baustelle, wird aber schon voll genutzt.

Erst einmal zurückgestellt sind die Bauarbeiten am Bad, das Walter mit möglichst vielen alten Baumaterialien wieder unter dem Dach einbauen will. Das Haus verfügt über eine eigene Quelle, die das Bad, wie in den 1920er Jahren wieder speisen soll. Damals war es in ein Damen- und ein Herrenbad geteilt. Die Trennung wird jetzt aufgehoben. Die Eröffnung ist in einem knappen Jahr vorgesehen. „So ein Bad im Sommer zu eröffnen, macht keinen Sinn“, sagt Walter. „Das ist etwas für die Wintermonate.“ Oder liegt es daran, dass ihm das Geld ausgegangen ist? Nein, sagt Walter, trotz des Durcheinanders auf der Baustelle seien die Kosten für Sanierung und Instandsetzung im Rahmen und werden bei 15 Millionen Euro liegen. Nicht darin enthalten ist die Sanierung der aufwendigen Fassade an der Rückseite des Gebäudes zur Planckstraße. Sie ist durch ein Gerüst gesichert; ein Termin für die Arbeiten steht noch nicht fest.

Hilfe könnte von den Denkmalschützern kommen. So gab die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jüngst einen Zuschuss von 50 000 Euro für die Wiederherstellung der Vorderfassade zur Friedrichstraße. Die Stiftung würdigte das Engagement des Hausherren durch ein besonderes Lob bei der Übergabe des Spendenschecks: „Den Bau in seiner originalen Nutzung und nach den denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wiederherzustellen, ist ein besonderer Glücksfall.“

Programm und Tickets im Netz: www.admiralspalast.de

Quelle: Tagesspiegel 30.12.2006

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Artikel in der FINANCIAL TIMES vom 4. September 2006

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Dat wahre Lävve

Eine kölsche Begebenheit



Ein Ford Fiesta1) verreckt… Anruf beim Kfz-Fachbetrieb in Köln:

"Focht, wat is?" Übersetzung: "Willkommen beim Ford Kundenservice Köln Nippes, mein Name ist Joseph Schmitz, was kann ich für Sie tun?"

"Ich bin mit meinen Fiesta auf der Inneren Kanalstraße liegengeblieben …"

"un watt kann isch dafür?" Übersetzung: "Ihr Missgeschick mit einem unserer Qualitätsprodukte tut mir aufrichtig leid, doch für eine genauere Diagnose bedarf es weiterer Einzelheiten und einer genaueren Beschreibung des Problems."

"Äh, der Motor ist einfach ausgegangen …"

"Dat hätt die Djrexkarre add ens!" Übersetzung: "Dieses spezielle Problem ist unserem Technischen Dienst nicht unbekannt, es tritt mit zunehmenden Alter und hoher Fa hrleistung zu unserem größten Bedauern immer mal wieder auf."

"Und …und was soll ich jetzt machen?"

"Isch luur ens." Übersetzung: "Ich werde mich sofort um dieses Problem kümmern, und überprüfen, ob sowohl Abschlepp- als auch personelle Kapazitäten frei sind."

– 5 Minuten später –

"Sin se noch do?" Übersetzung: "Entschuldigen Sie bitte die kleine Verzögerung, die logistische Koordinierung eines Abschleppwagens hat etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich ursprünglich angenommen hatte. Darf ich Ihnen die Lösung des Problems vorstellen?"

"Ja natürlich …!"

"Da kütt eener russ!" Übersetzung: "Wir haben ein für uns arbeitendes Abschleppunternehmen beauftragt, um Sie schnellstmöglich aus Ihrer misslichen Lage zu befreien, und Ihren Wagen in unsere Fachwerkstatt zu überführen."

"Und wie lange dauert das?"

"Wenn der do is sehnse dat dann!" Übersetzung: "Die genaue Zeitplanung des Fahrers kenne ich leider nicht, aber seien Sie versichert, er wird sich den Umständen und des Verkehrsaufkommens entsprechend beeilen!"

"Äh, danke."

"Joot" Übersetzung: "Es war mir ein Vergnügen Ihnen helfen zu können, ich hoffe Sie beehren uns bald wieder und empfehlen uns weiter. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag."

Anmerkung der Redaktion: Die Auswahl des Kfz-Typs ist rein zufällig.

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Quelle: "Die Welt" vom 15.06.2006

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Die blauen Funken aus Köln... Das blaueste Brandenburger Tor, das wir 2006 erlebt haben.

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Unser Stammgast Wolfgang Fritz hat uns ein aussagestarkes persönliches-historisches Dokument
aus der Zeit der Wende (DDR-BRD) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank !

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Quelle: Kölner Express vom 16.07.2007

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Quelle: KÖLNER EXPRESS Februar 2006

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Quelle: Berliner Tagesspiegel vpm 05.03.2006

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Jecke Saache met ze mache, dröwer Iaache, dat es Karneval.

Beim Karneval. wird zwecks Anhebung des Frohsinns ja gern auch mal etwas mehr dem Alkohol zugesprochen. Einer Umfrage zufolge sagen 25 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen, dass sie während der fünften Jahreszeit deutlich mehr trinken als sonst. Das fördert die Freude an der Ausübung karnevalistischer Bräuche, zeitigt manchmal aber auch überraschendes Ergebnisse. So klingelte im thüringischen Sonneberg eine nicht nur hoch erheiterte 22 jährige Närrin zu später Stunde an einer fremden Tür und als man sie gastfreundlich einließ, zog sie sich umgehend aus und legte sich ins Ehebett. Die verblüfften Wohnungsinhaber holten, vermutlich weniger auf Drängen des Mannes, die Polizei, welche die Schläferin "mit einem nassen Lappen (!) wecken und zum Anziehen bewegen konnte. Dann wurde sie in ihr eigenes Heim eskortiert, 19 Hausnummern weiter. Dicht daneben ist eben ist auch vorbei, aber zumindest hatten alle Beteiligten viel Spaß dabei, was ja im Sinne der Sache ist.
Oder wie der Kölner zu sagen pflegt: Jecke Saache met ze mache, dröwer Iaache, dat es Karneval.
von Holger Reischock

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Ein Koffer in Berlin

Ausschnitt aus dem Roman (Seite 21) "Ein Koffer in Berlin"
...Durch einen breiten Korridor erreichten wir einen weiteren, etwas bunter und freundlicher eingerichteten Salon der nach Damenkränzchen aussah.
Meine inzwischen zuvor kommendere Gastgeberin betätigte einen Schalter an der Wand, und die Hälfte der getönten Fensterfront glitt zur Seite.
Mein staunendes Auge erfasste ei­nen Garten, der nach Größe und Gestaltung mindestens einen hauptberuflichen Vollzeit‑Gärtnerer erforder­te. Die Terrasse, teilweise gläsern überdacht, thronte oberhalb der Parklandschaft. Außenkamin, Grill, eine fahrbare Bar und Sitzmöbel aus edlem Hartholz mit pastellfarbenen Polster boten eine geballte Kost­probe vom klotzenden Charme ländlichen Wohlstands.
Irgendwo in der Nähe, unsichtbar jenseits des Parks, schien es einen Swimmingpool zu. geben. Ich hörte Kinder im Wasser plantschen, dazu ihre hellen und ausgelassenen Stimmen. Die Septembersonne stand bereits tief, doch mangelndes Tageslicht würde vermutlich kein Problem sein. Ein Swimmingpool an diesem Ort musste einfach mit einer Flutlichtanlage ausgestattet sein.
Maren instruierte ihr Personal über eine Sprechanlage, und wir setzten uns. Ohne großen Zeitverlust wurde mir die Leistungsfähigkeit ihres hauswirtschaftlichen Zuständigkeitsbereichs demonstriert.

Eine blonde junge Frau in weißer Bluse und schwarzem Rock, mit einer kleinen weißen Schürze davor, nahm die Anweisungen der Gutsherrin entgegen. Ich hatte mir lediglich einen Kaffee, gewünscht, doch schon bald wurde mir klar, dass im Hause Brackwedel mit der Gastfreundschaft genau so geklotzt wurde wie mit allem anderen.
Insgesamt drei weibliche Angestellte fuhren auf, was Maren »eine Kleinigkeit zu essen« nannte.
An bescheideneren Orten hätte es als kaltes Büfett für eine private Feier mit 50 Personen ausgereicht.
Die Zeit reichte gerade, um Maren Brackwedel über den wirklichen Stand der Dinge aufzuklären
Dass ihr Mann Opfer einer Entführung war, stand nicht mal fest. Die Medien hatten ihn dazu gemacht, mit ihren geschickten Formulierungen, die stets die Vokabel »mutmaßlich«, enthielten, wegen der rechtlichen Absicherung.

Genau genommen war MdB Alexander Brackwedel lediglich verschwunden. Vor fünf Tagen, spätabends, hatten andere Bundestagsabgeordnete ihn noch in der »Ständigen Vertretung« gesehen, jener nach Berlin verlegten Bonner Kneipe. Nichts Aufregendes, kein Saufgelage, nur ein paar Kölsch nach Feierabend.
Der fand bei Abgeordneten immer sehr spät statt. Bekanntermaßen. Weil sie selten weniger als 14 Stunden pro Tag und 80 Stunden pro Woche arbeiteten.

Am nächsten Tag war Alexander Brackwedel weder in seinem Abgeordneten‑Büro noch im Plenarsaal erschienen.
Auch die insgesamt drei ...

Weiter geht es in dem Roman
SUPER KRIMI // BASTEI
Ein Koffer in Berlin
Von Horst Friedrichs
http://www.bastei.de

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"Botschaft zum Glück" ist eine Geschichte, die Mut macht, auch als Erwachsener noch einmal Lesen und Schreiben zu lernen.

Ausschnitt aus dem Roman (Seite 16) "Botschaft zum Glück"
Eine Liebesgeschichte

In Berlin, ja in Berlin, arbeitete sie.
Ich erinnerte mich, wie sie ihrer Freundin davon erzählt hatte.
Es war ein Lokalmit einem komischen Namen, so wie "Bundestag" oder"Botschaft' oder so ähnlich.
Ich dachte angestrengt nach, versuchte, mich an jede Einzelheit des Gesprächs zu erinnern.
Plötzlich machte es klick:Sie war Bedienung in einem Lokal, das "Ständige Vertretung" hieß.


> Marion Döbert : Botschaft zum Glück, Klett Verlag, http://www.wir-schreiben.de

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Quelle: Kölner Express 30. November 2005

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Mark wurde am 11.06.1980 geboren. Um ihn über die damalige Grenze legal einreisen zu lassen, mußte ich ihn sofort nach der Geburt mit einer Polaroid-Kamera knipsen und einen Pass in Bonn und von dort beim MfAA (DDR) für ein Dienst Visum beantragen.

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