Die STÄV - Der Film




 

Das Mauer-Projekt


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Das schrieb die Presse über die Bremer StäV


 Zum großen StäV Pressespiegel


WESER KURIER 29.07.2010  Kabarettabend in der Bremer StäV


KREISZEITUNG SYKE 21.07.2010  Kabarettabend in der Bremer StäV


WESER REPORT  11.07.2010  Kabarettabend in der Bremer StäV


Kurier Am Sonntag / WESER KURIER 20.06.2010


BERLINER ZEITUNG 22.03.2010 Über den Geburtstag von Ben Wagin


TAGESSPIEGEL 17. Dezember 2009 Bonn bekommt ein Stück Mauer


Trierischer Volksfreund - Wochenjournal 07.11.2009 Ein Mauerstück für Wittlich

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BILD am Sonntag. 23.August 2009

Wie wir wurden, was wir sind. Das schildert eine große Serie in der BILD am Sonntag zum 60. Geburtstag des modernen Deutschland. In der Folge 33 ging es um das Jahr 1981 und illustriert wurde der Beitrag mit einem berühmten Foto, dass auch in der StäV zu finden ist. Der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker schenkt Bundeskanzler Helmut Schmidt beim Abschied nach dem deutsch-deutschen Gipfeltreffen in der DDR auf dem Bahnhof von Güstrow einen Hustenbonbon. Gelutscht hat Schmidt ihn aber nicht.


Weser Kurier. 20.August 2009 Mauerstück für Bremen


Bremer Anzeiger, 09. August 2009 Nachbarschaftsfest Böttcherstraße


Weser Report, 09. August 2009 Nachbarschaftsfest Böttcherstraße


Kreiszeitung, 09. August 2009 Nachbarschaftsfest Böttcherstraße


WESER KURIER, 04.06.09 Leserbrief

 

 


TAZ 28.04.09 Interview mit Friedel Drautzburg anlässlich des Besuchs von Günter Grass in Bremen


Bremen4u - Eventmagazin, April 2009 Redaktion von Bremen4u in der Küche der Bremer StäV


WESER KURIER, 04.04.09 Krisengipfel um Hafensenator Nagel und den SPD-Landesvorsitzenden Uwe Beckmeyer tagte in der StäV Bremen

Wenn Sie erfahren möchten, wobei es bei diesem Gespräch ging - klicken Sie auf den Artikel


WESER KURIER, 30.03.09

 


BILD, 30.03.09



DELMENHORSTER KREISBLATT, 30.03.09


NORDSEE-ZEITUNG, 30.03.09 (Online-Version)


BREMER ANZEIGER, 29.03.09


BILD, 27.03.2009 - Vorabdruck der Koschnick-Biografie


BILD, 28.03.2009 - Vorabdruck der Koschnick-Biografie

 


RADIO BREMEN, Homepage, 29.03.2009

 


KREISZEITUNG, 28.03.2009

Koschnick wird 80: Biografie erscheint

Von Thomas Kuzaj. Von Getue um seine Person hält er nichts. Wir können und wollen es gleichwohl nicht verschweigen - Bremens Alt-Bürgermeister Hans Koschnick (SPD) feiert am Donnerstag, 2. April, seinen 80. Geburtstag. Der ehemalige EU-Administrator verbringt den Tag im engen Familienkreis.
Dem Radio-Bremen-Reporter Theo Schlüter ist es gelungen, Koschnick morgen - am Sonntag - ins Polit-Lokal "Ständige Vertretung" (StäV, Böttcherstraße) zu locken. Ab 11.05 Uhr überträgt das Nordwestradio von dort eine Buchpräsentation. Um was für ein Buch geht es? Natürlich um eines, das mit Hans Koschnick zu tun hat.
Die Bremer Journalistin Karla Müller-Tupath (Radio Bremen) hat eine Koschnick-Biografie geschrieben. Das Buch mit dem Titel "Trennendes überwinden" erscheint im Vorwärts-Verlag. Wie einst Trennendes überwunden wird, dürfte in der "Ständigen Vertretung" tatsächlich zu erleben sein. Schlüter hat nämlich auch Bernd Neumann eingeladen. Der CDU-Politiker ist heute bekanntlich Kulturstaatsminister in Berlin. Als Koschnick Präsident des Senats war, ist Neumann noch Oppositionsführer in Bremen gewesen. Bürgerschaftswahlen konnte der CDU-Spitzenkandidat Bernd Neumann zu Zeiten des SPD-Spitzenkandidaten Hans Koschnick nicht gewinnen.
Weil Koschnick, seit 1999 Ehrenbürger Bremens, seinen Geburtstag ja mit der Familie verbringen will, hat der Senat sich etwas anderes einfallen lassen, um ihn im Zusammenhang mit seinem 80. Geburtstag erneut zu ehren. In vier Wochen, am 28. April, gibt es ein politisches Kolloquium im Bremer Rathaus. Ein Senatsempfang schließt sich an.
Im Rahmen des Kolloquiums soll Koschnicks Lebensleistung gewürdigt werden - so zum Beispiel sein außergewöhnlicher Einsatz für die Aussöhnung mit Polen. Unter anderem auf dem Podium: SPD-Parteichef Franz Müntefering.


BREMER ANZEIGER, 18.02.2009

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WESER KURIER, 15.02.2009

Meinungsfreudig

sitzt er da und liest Zeitung: Friedrich Nowottny in einer Bremer Kneipe. Dass der prominente, mehrfach ausgezeichnete Fernseh-Journalist, Auslandskorrespondent, „Bericht aus Bonn“-Moderator in der Hansestadt weilt, ist nicht alltäglich. Diese Woche allerdings hatte sich der stets meinungsfreudige Mann mit Jörg-Dieter Kogel vom Nordwestradio verabredet. Außerdem war er in der „Gesprächszeit“-Reihe im Interview mit Moderator Tom Grote zu hören, hieß es. Schließlich ist Nowottny regelmäßig Gast im Sender, gibt er doch jeden Freitagmorgen im Nordwestradio einen humorig-scharfen Wochenrückblick zum Besten. In der „StäV“, der „Ständigen Vertretung“ in der Böttcherstraße, allerdings widmete sich Friedrich Nowottny seinen Tischkollegen und dem Kölsch. Auch Innensenator Ulrich Mäurer war mit von der Partie, in der es natürlich um Politik ging. Klar, dass Friedrich Nowottny die Gelegenheit nutzte, den Innensenator auszufragen. Doch er steuerte auch ein paar Anekdoten aus dem eigenen, erfahrungsreichen Journalistenleben bei. Beste Unterhaltung war also garantiert.

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WESER REPORT, 28.01.2009

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BREMER ANZEIGER, 29.10.2008

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WESER KURIER, 04.09.2008

Sieling will Bremen in Berlin vertreten

SPD-Fraktionschef strebt für 2009 ein Bundestagsmandat an und möchte damit Volker Kröning beerben


Von Wigbert Gerling
BREMEN. Die Wahl war auf die „Ständige Vertretung“ gefallen, auf das Lokal in der Böttcherstraße. Dort überraschte der SPDFraktionsvorsitzende Carsten Sieling gestern mit der Ankündigung, dass er Bremen künftig in Berlin ständig vertreten möchte –und zwar als Bundestagsabgeordneter. Er wäre damit der Nachfolger von Volker Kröning, der nicht mehr kandidiert.
An der Wand in der „Ständigen Vertretung“: Unter anderem die Abbildungen der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Hans Koschnick und Claus Grobecker. Auf dem Tisch gestern Nachmittag: Wasser, Saft und Kaffee.AmTisch: Peter Kruse, Chef des SPD-Unterbezirks (UB) Bremen-Stadt, und Carsten Sieling. Kruse berichtete von der vorausgegangenen Sitzung des UB-Vorstands. Die Führung des Parteigremiums habe die Entscheidung Sielings, sich 2009 um das Bundestagsmandat im Wahlkreis „Bremen I“ zu bewerben, „einmütig begrüßt“. Interessenten für das Bundestagsmandat könnten sich bis Mitte September melden – eine weitere Bewerbung liege bisher nicht vor. Für Anfang Oktober und Ende Oktober seien zwei Vorstellungsrunden geplant, in denen sich der oder die Kandidaten der Partei präsentieren könnten. Am 5. November folge die offizielle Nominierung. Bis zur Bundestagswahl ist es dann noch eine Weile – sie soll am 27. September 2009 sein.
Carsten Sieling, seit 1995 SPD-Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und seit 2005 Vorsitzender der Fraktion, sagte gestern zur Begründung seines Wechselwillens, er wolle mit seiner Kandidatur dafür sorgen, dass durch die Partei wieder „ein Ruck“ gehe, dass sich „etwas bewegen“ lasse – und Bremen weiterhin in Berlin gut vertreten sei. Er habe seine Absicht im Vorfeld unter anderem mit Bürgermeister Jens Böhrnsen besprochen, der die Kandidatur voll unterstütze.
Der Berlin-Bewerber Sieling, promovierter Wirtschaftswissenschaftler, betonte gestern, er habe sich vor seiner Entscheidung auch gefragt, ob sie „nach innen vertretbar“ sei. Sielings dazugehörige Analyse: Die rotgrüne Regierung in Bremen arbeite gut, sei „sehr stabil“, die Fraktion präsentiere sich überzeugend und kompetent. Sieling: „Ich kann guten Gewissens an andere übergeben.“ An wen? Dazu sagte er nichts.

Gleichwohl kamen gestern – kaum hatte er seine Bundestagskandidatur ausgesprochen – die ersten Spekulationen auf, wer denn Sieling im attraktiven Amt des Fraktionsvorsitzenden in der Bürgerschaft beerben könnte. Dabei fielen Namen wie Birgit Busch und Martin Günthner, beide Stellvertreter Sielings. Aber auch einem Jürgen Pohlmann, Mitglied im Vorstand der Parlamentsriege, werden Chancen eingeräumt – ebenso wie Uta Kummer, stellvertretende Vorsitzende im einflussreichen Haushaltsausschuss.

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WESER KURIER 02.08.2008

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BILD Zeitung, 02.08.2008

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Cafe-future.net / Redaktion food-service / Branchennews  01.07.2008

Ständige Vertretung: 5-jähriges Jubiläum in Bremen

Zehn Jahre Ständige Vertretung (StäV) in der Bundeshauptstadt Berlin – das Jubiläum wurde bereits im Vorjahr im neuen Regierungsviertel gefeiert. Jetzt war die Dependance in der Hansestadt Bremen an der Reihe: An der historischen, weltbekannten Böttcherstraße in der Altstadt gelegen, begrüßte sie zum 5. Geburtstag eine vielköpfige Prominentenschar aus der Weser-Metropole, allen voran Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert und Wirtschaftssenator Ralf Nagel.

In Anwesenheit von rund 200 Gästen überreichte Dr. Kerstin Kießer, die Bevollmächtigte des Landes Bremen in Berlin, eine heitere Version des ’Rheinischen Grundgesetzes’ an die beiden StäV-Gründer Friedel A. Drautzburg und Harald Grunert: Gesine Reichstein von Radio Bremen hatte das kölsche Regelwerk ins Plattdütsche übersetzt. StäV-Statthalter und Gastwirt Michael Heyna empfing zusätzlich zahlreiche ’Exilkölner’, die sich ihr Kölsch schmecken ließen. Die Bremer StäV wird von den Erfindern des Konzepts Drautzburg und Grunert in Eigenregie betrieben, während die Ableger in Hamburg, Hannover und Leipzig als Lizenzbetriebe laufen. Der Umsatz pro Standort liegt bei „weit über 1 Mio. €“. Für die Zukunft ist für das Kombi-Konzept aus Kölsch, heimischer Küche und rheinischer Gastlichkeit verstärkte Expansion auch ins europäische Ausland geplant.

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HANSESCHNACK (Bremen), Ausgabe Juli 2008

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Bremen, den 13. Juni 2008

Trauerfeier in der Ständigen Vertretung

Willy Lemke, UN-Sonderbeauftragter für Sport mit Bürgerschaftspräsident Christian Weber und Bürgermeister Jens Böhrnsen. Im Hintergrund rechts Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz.

Der ehemalige Bremer SPD-Landesvorsitzende, Universitätsprofessor und Politikwissenschaftler Detlev Albers
(* 13. November 1943 in Goslar) verstarb am 31. Mai 2008 in der Hansestadt. Heute (Freitag, der 13. Juni 2008) fand die Trauerfeier für den Verstorbenen statt.

Aus diesem Anlass kamen viele Verwandte, Freunde, Wegbegleiter sowie Berliner und Bremer Prominenz in die Ständige Vertretung (StäV) im Flett / Böttcherstraße, um auf einer privaten Feier dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Kein anderer Ort erschien den nahen Verwandten von Detlev Albers passender als die Polit-Kult-Kneipe, wo Albers auch schon seinen 60sten Geburtstag feierte.

Bekannt wurde Detlev Albers unter anderem, als er bei der Rektoratsübergabe an der Universität Hamburg am 9. November 1967 gemeinsam mit seinem Kommilitonen Gert Hinnerk Behlmer das Transparent "Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren"
entrollte. Dieses Bild findet der Gast auch an der Wand der StäV


Zu den prominenten Gästen zählte auch Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Als erste weibliche Bundesvorsitzende der Jungsozialisten erwarb sie sich seinerzeit den Ruf als "Rote Heidi".
Ebenso aus Berlin angereist war die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD Andrea Maria Nahles.


Von der Bremer Polit-Prominenz kamen Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Bürgermeister Jens Böhrnsen und die Bürgermeister a.D. Dr. Henning Scherf und Klaus Wedemeier. Auch Bremens Ex-Senator und heutige UN-Sonderbeauftragter
für Sport Willy Lemke erwies seinem Freund Detlev Albers die letzte Ehre.


Des Weiteren waren Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz, der SPD-Fraktionsvorsitzende Carsten Sieling als auch der Komponist und Leiter der European Musical Academy Thomas Blaeschke unter den Gästen.

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WESER KURIER, 25.05.2008

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BREMER ANZEIGER, 25.05.2008

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WESER REPORT, 25.05.2008

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WESER KURIER, 10.11.2006

Nachbarn hatten beim Feiern Gutes im Sinn

Böttcherstraßen-Anrainer übergaben Spende von 8600 Euro an gemeinnützige Einrichtungen

Die sommerliche Veranstaltung selbst hat inzwischen schon Tradition, die spätere Spendenübergabe ebenfalls:
Gestern Mittag übergaben die Ausrichter des 12. Nachbarschaftsfests der Böttcherstraße - Vertreter des Wirtschaftssenators,
der Handelskammer, der Bremer Investitionsgesellschaft (BIG), der Böttcherstraßen GmbH, vom Casino Bremen,
dem Lokal StäV (Ständige Vertretung), Café Freitag und Weinkontor St. Petrus -
die Summe von 8600 Euro in der StäV an verschiedene gemeinnützige Institutionen und Vereine.
Sie soll traditionell vor allem hilfsbedürftigen Kindern in der Hansestadt zukommen. Folgende Projekte und Einrichtungen werden dieses
Mal mit jeweils knapp 1000 Euro in ihrer Arbeit unterstützt: Das Horthaus Wohlers Eichen, das Kinderhospiz Jona, die Tobiasschule,
der Verein "Arbeit und Zukunft", der Förderverein Haus-Pfälzer-Weg, die gemeinnützige Gesellschaft Effect, die Schule am Wasser,
der Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder sowie die Stiftung Memax, die Maritim Hoteldirektor Bernhard Dohne zu Gunsten
zweier Kinder einrichtete. Die Mutter war 2005 von ihrem Mann am Arbeitsplatz im Hotel getötet worden.

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SYKER KREISZEITUNG, 02.08.2006

Theo und die Theologen

Wortspiele und Versprecher bei "Nordwest vor Ort" zum Thema Jakobsweg

Von Alice Bachmann

BREMEN. Als Kuppler betätigte sich Moderator Theo Schlüter gestern in seiner Sendung "Nordwest vor Ort" im Bremer Presseclub, die auch "Theo und die Theologen" hätte heißen können. Da es in der direkt im Radio übertragenen morgendlichen Gesprächsrunde um Einrichtungen ging, die den Namen des Apostels Jakobus tragen, ist das altdeutsche Wort "Kuppler" sicher die bessere Wahl, als es das moderne "Netzwerker" wäre. Überhaupt bot das Thema reichlich Anlässe für Wortspiele, die Schlüter gern nutzte, auf die seine Gesprächspartner aber selten eingingen.
Zunächst allerdings stieg der Moderator mit einem Versprecher ein, der sicherlich auf das unermüdliche Wirken Wilhelm Tackes, des Sprechers der Katholischen Kirche Bremens,
zurückzuführen ist. Ansgar Lüttel ist der Bremer Propst, was - wie Tacke immer wieder betont - mit zwei p geschrieben wird. Schlüter machte Lüttel zum "Papst der Bremer Katholiken".
Carl Kau, Leiter der Commerzbank in Bremen und Vorstand des Bremer Bankvereins, musste sich die Frage Schlüters gefallen lassen, ob er als Bankmanager auf dem spanischen Jakobsweg pilgern wolle, um von seinen Sünden reingewaschen zu werden. Dr. Karl Mahlert von der Bremer Bruderschaft Jacobi Majoris, die gerade ihr 350-jähriges Bestehen feierte,
wies sogleich darauf hin, dass neben dem katholischen Glauben vom Sündenerlass früher auch Verbrechern, die den Jakobsweg wanderten und zurückkamen, ihre Strafen erlassen wurden. Mahlert, der mittlerweile auf eine Lebenserfahrung von neun Jahrzehnten zurückblickt, beeindruckte mit seinen kurzen Erklärungen über die im nachreformatorischen Bremen gegründete Bruderschaft, die eher aus Zufall den Namen eines katholischen Heiligen trägt.
Weder Lüttel noch Mahlert gingen auf Schlüters Hinweis ein, Reichtum und Rotwein seien vor Jahrhunderten durch die Pilger nach Bremen gekommen. Und auch Friedel Drautzburg, Gastronom mit mehreren Lokalen in Großstädten, wollte nicht vom Wein reden, sondern von seinen Erfahrungen durch das Pilgern. Schließlich handele er nur vordergründig mit Spirituosen, erklärte Drautzburg, der das Pilgern mehr spirituell denn religiös nennen mochte. "Wir verkaufen Lebensqualität", so Drautzburg. Eine Darstellung, der sich Kau - angetan mit einer Kette mit großer Pilgermuschel dran - anschloss, denn auch die Kredite von Banken könnten die Qualität im Leben steigern. Auch sonst zeichneten sich Berührungspunkte zwischen dem Bank- und dem Schankmann ab, die zum Visitenkartentausch führten. Später tauschten Ulrick Mickan vom Bremer Geschichtenhaus und Kau ebenfalls ihre Adressen, denn Mickan sucht noch Sponsoren, die das Pilgern von Langzeitarbeitslosen auf dem Jakobsweg finanzieren.
Friedel Drautzburg pilgerte auch bereits dort - nicht nur aus Kummer und Buße, sondern aus Dankbarkeit, Vater geworden zu sein, sagte der Gastronom.

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WESER KURIER 16.11.2005

Närrisches Treiben nach rheinischem Vorbild

„Ständige Vertretung“ in der Böttcherstraße eröffnete den Kneipenkarneval

Nicht nur Bremer kölscher Herkunft feierten mit

Von unserer Mitarbeiterin Annekathrin Gut

ALTSTADT. Seit zwei Jahren schwappt verstärkt rheinischer Frohsinn nach Bremen. Zentrum des närrischen Treibens: die „Ständige Vertretung“ im Flett in der Böttcherstraße.
Am 11.11. um – nein nicht 11 Uhr 11, sondern erst um 19 Uhr und 11 Minuten – ertönte in der Kölschkneipe aus Dutzenden Kehlen: „Kölle Alaaf!!“
Die „StäV“ hatte zum zweiten Mal zum Kneipen-Karneval nach rheinländischem Vorbild eingeladen:Männer in Nonnenkostümen, Frauen als Engelchen und Vertreter beiderlei Geschlechts mit roten Wangen und Nasen als Clowns – umgeben von Luftschlangen und bunter Ballondekoration. „Das wird eine ständige Einrichtung in der Ständigen Vertretung“, kalauerte Geschäftsführer Michael Heyna, der dem Anlass entsprechend im Matrosenanzug
erschienen war.
Damit das Motto „Kumm loss m'r fiere“ auch stilecht umgesetzt wurde, hatte das Lokal den waschechten Kölner DJ „Orjelwpieff“ engagiert. Gute Laune-Musik und Polonaise sorgten für Stimmung, auf Büttenreden wurde dagegen verzichtet. Auch der Wirt aus Delmenhorst, der sich als „Rheinländer im Geiste“ versteht, feierte ordentlich mit. „Heute Abend sind wir komplett ausgebucht“, erzählte Michael Heyna. In der Karnevalszeit sei die „Ständige Vertretung“ Anlaufstelle für alle Exilkölner in Bremen. Anders als in der Rheinmetropole konnte er die Menschen allerdings nicht schon amVormittag in die Kneipe locken. „Die kriegen wir hier nicht aus den Büros!“
Nicht nur Kölsche Zugezogene, sondern auch Bremer Karnevalisten, die sich durch ein Wappen mit den Stadtmusikanten auf dem T-Shirt zu erkennen gaben, konnten beim „Viva Colonia“-Singen mithalten. Jedes Jahr fahre er einmal nach Köln zu einer Prunksitzung, erzählte ein Bremer, der sich aber lieber nicht zu erkennen geben wollte. „In Bremen muss einfach mehr passieren in dieser Zeit!“

 

Völlig außer Rand und Band: In der „StändigenVertretung“ in der Böttcherstraße haben Karnevalsbegeisterte ihre liebste Jahreszeit eingeläutet.In Zivil kommt niemand zum Karneval, der auf sich hält. Auch nicht in Bremen. FOTOS: ROLAND SCHEITZ

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WESER KURIER 21.10.2005


EINBLICK

Mit Wigbert Gerling

Botschaft aus der Ständigen Vertretung

Ischa ’n Ding, aber ist ja Freimarkt: Mitten in der Woche und ein volles Haus mit viel Prominenz in der Ständigen Vertretung. Unsere Zeitung hatte eingeladen. Die Botschaft in der Böttcherstraße:
Das Theater muss gerettet werden. Kultur-Staatsrätin Elisabeth Motschmann (CDU) ließ beim Kölsch mit
dem stellvertretenden WESER-KURIER Chefredakteur Peter Bauer keine Zweifel an ihren Bemühungen. „Ich habe einen
12–Stunden-Tag hinter mir. Wir tun für das Theater alles, was in unserer Macht steht.“ Kurze Zeit später verlängerte sich der Arbeitstag noch: An einem anderen Tisch in großkoalitionärer Runde plauschte sie mit Kultursenator Jörg Kastendiek und der SPD-Kulturpolitikerin Carmen Emigholz. Das Thema: Drei Mal darf man raten . . . Jens Eckhoff ist zwar Bausenator, hat aber auch derzeit fachlich Theater – und zwar mit der Kostensteigerung bei der runderneuerten Wachmannstraße. Er führt Regie bei den Ermittlungen, wie das kommen
konnte. Eckhoff kam gleich mit dem Hinweis, er müsse bald wieder gehen. Termine, Termine – vermutlich sogar mehr als CDU Parteifreundin Elisabeth Motschmann.

In Sicherheit

Derzeit wird ja in Berlin, aber mit zunehmender Tendenz auch in Bremen, über neue Regierungsbündnisse philosophiert. Alles ist möglich – auch einmal eine schwarz-grüne Verbindung? WESER-KURIER-Ressortleiter Peter Voith erwies sich fast als politischer
Eheanbahner, als er es schaffte, den hinhaltenden Widerstand einer Grünen und eines Schwarzen zu brechen. Auf einmal standen neben ihm in Eintracht Karoline Linnert, Fraktionschefin der Grünen in der Bürgerschaft, und Stefan Luft, Wissenschaftler an der Universität und deutlich christdemokratisch geprägt. Vor allem aber: Wenn es einen Bayern in Bremen gibt, dann Luft. Denkt man. Es blieb dem Sprecher des Finanzsenators, Hermann Pape, vorbehalten, den Bayern sozusagen geografisch einzuordnen. Pape verriet, dass Stefan Luft eigentlich Niedersachse ist. Das Tollste: Es stimmt. Luft ist einst in Hannover geboren. Längst hat er gelernt, mit diesem Handicap zu leben. Seine Reaktion auf die Enthüllung: „Scho’ recht, ich bin in Hannover geboren, aber gleich nach der Geburt hat man mich nach Bayern in Sicherheit gebracht.“

Gewöhnungsprozess

Hannover hin und her – als bekennender Bayer ist für Luft das Oktoberfest das Maß aller Dinge. Wobei er durchaus einräumt, dass der Freimarkt eindeutig weit oben in der Volksfest-Champions-League spielt. Diese Erfahrung müssen zwei andere offenbar erst noch machen: Peter Wiegand, neuer Pressesprecher der International University Bremen (IUB), und Verena Münsburg, neue Pressesprecherin der Kunsthalle. Der eine kennt bisher nur den Dom aus Hamburg, die andere die Altstadt und die längste Theke der Welt in Düsseldorf. Gestern in der Ständigen Vertretung hatten sie schon mal Gelegenheit, sich ein bisschen einzugewöhnen. Und versprachen: Nächste Woche gehen wir auch mal über die Bürgerweide.

Ehrliche Zeiten

P.S. Mit der schwarz-grünen Annäherung (s. o.) war es am späteren Abend dann doch nicht so weit her. Karoline Linnert erinnerte sich dankbar an die Zeit, als Stefan Luft gemeinsam mit Klaus Schloesser im Rathaus arbeitete. Die Grüne: „Als die Senatspressestelle Luft-Schlösser verbreitete – das war wenigstens noch ehrlich.“

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SYKER KREISZEITUNG, 13.10.2005

Berliner Hilfe für die Umzugs-Jury

Von Thomas Kuzaj

Tradition: Etwas kleiner als sonst soll er in diesem Jahr ausfallen, der traditionelle Bremer Freimarktsumzug. 142 Gruppen und Wagen - darunter viele aus dem Umland - sind angemeldet für Sonnabend, den 22. Oktober. Das bedeutet: Etwa 4 000 Teilnehmer werden erwartet.

Erwartet wird bei dem Spektakel zudem eine Besucherin von der Spree: Die Berliner Bürgermeisterin und Justizsenatorin Karin Schubert (SPD). Wie kommt das? Nun, es kommt so: Manche Menschen, besonders Rheinländer, halten den Bremer Freimarktsumzug für eine verfrühte Form des Karnevals. Rheinländer sind es auch, die hinter dem Polit-Lokal "Ständige Vertretung" (StäV) im Flett (Böttcherstraße) stehen. Natürlich wollen sie überall die Idee des Karnevals verbreiten. Und: Sie nehmen mit einem "StäV-Truck" am Umzug teil. Eben dazu werden allerlei Karnevalsliebhaber aus der Hauptstadt erwartet. Und auch Karin Schubert ist mit von der Partie.

Wie zu hören war, wird sie den Umzug aber mittendrin verlassen, weil sie eine wichtige und höchst ehrenvolle Aufgabe übernommen hat - sie schließt sich nämlich der Jury an, die über die schönsten Laufgruppen und Wagen des 38. Freimarktsumzugs zu entscheiden hat.

Die Berliner Politikerin wurde zwar 1944 in Erfurt geboren, gilt aber - was die Hinwendung zum Karnevalistischen erklären dürfte - als "gelernte Rheinländerin". Sie studierte Rechtswissenschaften in Köln, verbrachte in der Jecken-Metropole auch ihre Referendarzeit und machte das Zweite Juristische Staatsexamen ausgerechnet bei den Intimfeinden der Kölner - in Düsseldorf. Man weiß es ja: Während es in Köln "Alaaf" heißt, wird in Düsseldorf "Helau" gesagt. Und wehe, jemand verwechselt das.

Nun denn. In Bremen heißt es ja "Ischa Freimaak". Und den Jury-Vorsitz beim Freimarktsumzug haben auch nicht irgendwelche Jecken, sondern ein Bremer: Diese Verantwortung liegt bei Bürgerschaftspräsident Christian Weber (SPD). Die Preisgelder für Laufgruppen übrigens wurden angehoben, um diese Disziplin besonders zu fördern. Die Preisverleihung ist - wie gewohnt - im Bayernzelt auf der Bürgerweide. Obwohl das in Bremen doch eigentlich auch anders heißen müsste.

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WESER KURIER, 28.09.2005

Kölsch und Kanzler

Zum elften Mal fand Donnerstag das Nachbarschaftsfest im Innenhof zwischen Böttchstraße und Kirchenstraße statt – und es war so voll, dass kein Durchkommen mehr war.
Das zeigte einmal mehr: Die Party hat sich inzwischen zu einem der erfolgreichsten lockeren Treffen unter freiem Himmel entwickelt.
Der Senator für Wirtschaft, die Handelskammer, die BIG und die Anlieger der Böttcherstraße bleiben dabei nie unter sich, sondern freuen sich stets über gut gelaunte Gäste. Die Einnahmen für Speis und Trank – insgesamt 7000 Euro – kommen hilfsbedürftigen Kindern zu Gute. An und zwischen den Stehtischen plauderten unter anderen Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek, Sozialsenatorin Karin Röpke, CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Perschau, Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Klaus Hillermann vom Casino Bremen, Kaufhof- Chef Peter Schneider, Günther Lübbe von der Handelskammer, Oberst Hans-Jürgen Sonne, Claus Kleyboldt (Stadthalle Bremen) und Kolja Beckmann (Vision Parade). Friedel Drautzburg von der „Ständigen Vertretung“ versuchte einmal mehr, die Nordlichter von den Vorzügen eines frisch gezapften Kölsch zu überzeugen, mit originellen Argumenten wie „das ist ein gesellschaftliches Aphrodisiakum“. Drautzburg wusste zudem über den Gemütszustand des Bundeskanzlers Bescheid:
„Ich war neulich bei ihm im Büro, der ist gut drauf.“

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WESER KURIER, 22.10.2004

FREIMARKTSSTAMMTISCH IN DER STÄV 2004

Mit dem Herzen und mit Kölsch


Riesige Papp-"Ischa-Freimaakt"-Herzen, Luftballon-Knäuel in weiß-gelb-rot-blauer Kombination, Luftschlangen, Zuckerstangen: Die "Ständige Vertretung" befindet sich zwar reell in der Böttcherstraße, ideell allerdings lautet ihre Adresse "Bürgerweide". Im Moment jedenfalls. Und gestern Abend ganz bestimmt.

Beim Freimarktsstammtisch unserer Zeitung traf sich alles, was in der Stadt Rang und Namen hat, zum lockeren Beisammensein bei Kölsch, Flammkuchenhäppchen oder auch einem zünftigen Cappuccino. Den hatte Polizeipräsident Eckard Mordhorst in der Rechten, als er von "seinem" Innensenator Thomas Röwekamp erfuhr, wie unerschrocken dieser ist. Denn Röwekamp outete sich als absoluter Hardcore-Freimarktsbesucher: "Ich gehe in jedes Karussell." Auch in den "Top Spin", der - natürlich - "halb so wild ist" und für den er gleich einen Insider-Tipp parat hatte: "Ganz außen hinsetzen, dann wird man nicht nass."

Grüne Plastik-Herzchen mit dem goldenen Aufdruck "Ischa Freimaakt . . . mit dem Herzen dabei" verteilten derweil drei Herren, die gestern Freimarkts-frei hatten: Rudi Robrahn, Carl-Hans Röhrßen und Karl-Heinz Fehrensen vom Schaustellerverband. Abnehmer für die Anstecker fanden sie jede Menge um sich herum, unter anderem WESER-KURIER-Chefredakteur Volker Weise, seinen Stellvertreter Peter Bauer sowie Dietrich Ide, Chefredakteur der Bremer Nachrichten. Nach und nach fanden sich außerdem in der "Ständigen Vertretung" ein: Bürgerschaftspräsident Christian Weber, der Ex-Senator Ralf Borttscheller, die Jetzt-Senatoren Jens Eckhoff, Willi Lemke und Karin Röpke, Staatsrat Arnold Knigge, die Grünen-Politiker Klaus Möhle, Karoline Linnert und Dieter Mützelburg, ihr Kollege Hermann Kleen von der SPD, Stadthallenchef Claus Kleyboldt, Fallturmchef Hans Rath mit seiner Ehefrau, der Autorin Britta Rath.

Mit dabei waren gestern Abend auch viele, die im wahren Leben aufpassen, das ihre Chefs möglichst das Richtige in Richtung Journalisten sagen. Einander kennen lernen, neue Kontakte knüpfen oder einfach mal entspannt Erfahrungen austauschen war das Motto, das Pressesprecher wie Hermann Pape (vom Senator für Finanzen), Markus Beyer (vom Senator für Inneres), Michael Glöckner (Radio Bremen), Frank Lenk (Handwerkskammer), Beate Wolff (IUB) oder Marlene Odenbach (swb) beherzigten.

Auch hier spielten Freimarkt-Eindrücke durchaus eine Rolle in den Gesprächen. Für Stefan Offenhäuser, Pressesprecher der Handelskammer, wird es langsam nämlich ernst: Seine sechsjährige Tochter ist mit Ponyreiten allein nicht mehr abzuspeisen: "Sie möchte jetzt in die Achterbahn." Kommt es noch schlimmer, könnte Offenhäuser den Innensenator um Unterstützung bitten.

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WESER KURIER, 21.10.2003

Kalte Hände und Kölsch

Beim Freimarktstammtisch unserer Zeitung in der "Ständigen Vertretung" feierten (von links): Peter Bauer, stellvertretender Chefredakteur des WESER-KURIER, die Ex-Innensenatoren Peter Sakuth und Helmut Fröhlich, Bürgermeister Hartmut Perschau, Ex-Innensenator Friedrich van Nispen, Bürgerschaftspräsident Christian Weber und Innenstaatsrat Thomas vom Bruch. Fotos: Jochen Stoss

 

Genossen den Abend (von links): Die Pressesprecher Klaus Schloesser (Senat), Lutz Ruminski (BIG), Andreas Lubkowitz (DGzRS), Winnie Abraham (Universität), Wolfgang Wilke (Space Center), Svenja Althaus (Universum), Markus Beyer (Senator für Inneres), Marlene Odenbach (swb Enordia) und Peter Voith, Ressortchef Lokales Bremen.

 

Plauderten nicht nur über Bilanzen (von links): Holger Hinrichs (Bremer Tageszeitungen AG), Stefan Brockmann (Karstadt), Peter Schneider (Kaufhof), WESER-KURIER-Chefredakteur Volker Weise, Matthias Fonger (Handelskammer), Wolfgang Böttjer (Siemens AG Bremen) und Jürgen Roggemann (Handelskammer).

Er konnte auf brandaktuelle Freimarkterfahrungen verweisen: Holger Bruns, Pressesprecher bei Bausenator Jens Eckhoff, kam gestern Abend direkt von der Bürgerweide. Volksfestbesuch mit Töchtern hatte der erste Teil seines Feierabendprogramms gelautet – wer einen Beweis brauchte, gab Bruns einfach die Hand. Und zuckte pronto zurück, denn die war eiskalt. Klare Diagnose: Handschuhe vergessen. Doch Bruns hatte Glück. Beim Freimarktstammtisch unserer Zeitung, zu dem wir gestern Abend in die "Ständige Vertretung" in der Böttcherstraße geladen hatten, trafen sich Politiker, Pressesprecher der Behörden und Unternehmen sowie jede Menge Promis aus der regionalen Wirtschaft. Mehr als genug Gelegenheiten also zum Händeschütteln und -aufwärmen – nicht nur für Holger Bruns.

Mit dabei unter anderen Bürgermeister Hartmut Perschau, die Ex-Innensenatoren Peter Sakuth und Ralf Borttscheller, Karstadt-Geschäftsführer Stefan Brockmann und sein Kaufhof-Kollege Peter Schneider, Bausenator Jens Eckhoff, Matthias Fonger und Jürgen Roggemann (Handelskammer), CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Kastendiek, Jürgen Lemmermann (BSAG), Andreas Lubkowitz (DGzRS), Marlene Odenbach (swb Enordia), Senatssprecher Klaus Schloesser, Wolfgang Böttjer (Siemens Bremen), Wolfgang Wilke (Space Center Betriebs GmbH), Ingelore Rosenkötter (Landessportbund).

Und, schon Achterbahn gefahren und im PowerTower gezittert? Auf diese Frage, die einfach gestellt werden musste, gab es a) stolzes Nicken, b) verlegenes Wegschauen und c) den Satz "ist eigentlich nicht so richtig mein Fall, der Freimarkt, aber vielleicht gehe ich doch mal gucken." Über derartige Zaudereien konnte Bürgerschaftspräsident Christian Weber nur müde lächeln. Auch Weber hatte sich "natürlich" auf der Bürgerweide getummelt. Schon deshalb, weil sein Sohn nicht nur Geisterbahnfan, sondern auch ein wahrer Abräumer an den Schießbuden ist. Sagte der stolze Vater. Und berichtete von den Folgen: kreischbunte Plüschtierarmeen, die inzwischen das Webersche Heim am Alten Postweg bevölkern.

Unter der liebevollen Deko aus 99 (oder mehr?) rot-weißen Luftballons, die an der Stäv-Decke zu kleben schienen, und riesigen Lebkuchenherzen (leider leider aus Pappe), fühlte sich Weber jedenfalls gleich heimisch.

Zur lockeren Stimmung an den Tischen trugen zudem die Flammkuchenhäppchen und natürlich die Spezialität des Hauses bei: Kölsch. Eigentlich, so Stäv-Mitbetreiber Harald Grunert, müsste hinter den Namen des Obergärigen aus der Domstadt auch in Bremen inzwischen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt werden. (Also noch mal von vorne: Kölsch!)
Denn, so Grunert gestern sichtlich zufrieden nach sieben Monaten in der Böttcherstraße, "die Bremer trinken inzwischen angstfrei Kölsch (!)". Vor allem die Bremerinnen hätten die leichte Süße des Getränks lieben gelernt. Der Gastronom hatte den vielen lokalpatriotischen Stadtmusikanten-Schlipsen gestern übrigens etwas entgegenzusetzen. Er trug eine kleine goldene Anstecknadel am Revers. Das Motiv: der Kölner Dom.

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WESER KURIER APRIL 2003

Kölsch trinken, bremisch essen

Die Erleichterung war groß: Zur Eröffnung der "Ständigen Vertretung" gab es keine Rede. Zwar war mit Bürgermeister Henning Scherf ein Politiker anwesend. Der Rathauschef schaute sich in der Kneipe, die ab sofort in den Räumlichkieten des Flett in der Böttcherstraße firmiert, aber lieber die Galerie mit Bildern an, die bedeutende und skurrile Momente deutsch-deutscher Geschichte dokumentiert. Zu sehen ist außerdem eine einzigartige Sammlung von Propagandaplakaten des nun micht mehr real existierenden Sozialismus mit markigen Sprüchen wie " 25 jahre DDR- 25 Jahre antiimerialistische Solidarität!". Die "Ständige Vertretung" (StäV) ist das Projekt von Friedel A. Drautzburg und Harald Grunert. Es gab sie bisher nur in Berlin. Doch die beiden Gastronomen sehen kein Problem, auch den Bremer Ableger erfolgreich auf den Weg zu bringen. In der "StäV" kann man rheinsich und bremisch genießen. Also beispielsweise Kölsch mit Kohl und Pinkel kombinieren oder Becks mit rheinischem Sauerbraten.
Isis Hetscher

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BILD, 29.4.2003

Jetzt hat auch Bremen seine "Ständige Vertretung" und Henning Scherf ist längst dabei...

Ein kichernder Kanzler. Ein knutschender Honecker. Und ein knackig-junger Henning Scherf. Bremen hat eine neue Kult-Kneipe. 300 Fotos lassen in der "Ständigen Vertretung" (Böttcherstraße) nicht nur die Fotografenherzen höher schlagen. Die Einrichtung ist hell, großzügig, viel Stahl. Schwarze und rote Sofas. Überall witzige Bilder aus Bonn, Bremen und Berlin. Dazu Wimpel, Fahnen, Politik-Nippes. Zur Eröffnung schaute Bürgermeister Henning Scherf im ehemaligen Flett vorbei. Und war begeistert: "Ich bin ja nicht der Typ für 'ne Stammkneipe, aber hier komme ich wieder her. Schon allein, weil's so viel zu gucken gibt!" Nicht nur zu gucken. Auch die Speisekarte ist randvoll mit Erlebnissen. Es locken Sauerbraten (12,20 Euro) und "Himmel und Ääd" (Blutwurst mit Kartoffelbrei, 8,70 Euro). Aber auch Knipp (7,20 Euro) steht auf dem Speiseplan. In punkto "Pils" muss sich der Biertrinker zusammenreißen. "Jippet nich", sagt der Rheinländer. Dafür ohne Ende lecker Kölsch (1,80 nEuro)... Täglich von 11 bis 1 Uhr. Melanie Besecke

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WESER KURIER, 7.3.2003

Obergäriges in der Böttcherstraße Ende April öffnet die "StäV"

Jüngere Leute wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, was das war - die "Ständige Vertretung" der früheren beiden deutschen Staaten in Ostberlin und Bonn. Diplomatische Beziehungen durfte es wegen des besonderen Verhältnisses ja nicht geben. Die DDR ist dahin gegangen und mit ihr auch die "StäV" in Ost und West. Doch als gastronomisches Markenzeichen feiert sie fröhliche Urstände - ab 28. April auch in der Böttcherstraße. Wie schon kurz berichtet, übernehmen die Berliner Gastronomen Friedel Drautzburg und Harald Grunert das nicht sonderlich florierende "Flett" an der Böttcherstraße und funktionieren es zu einer Kölsch-Kneipe mit Politflair um. Das war langsam durchgesickert, weil in Bremen nichts geheim bleibt. Doch bis zur endgültigen Vertragsunterzeichnung mit der Böttcherstraßen GmbH als Vermieterin wurde gestern bis kurz vor der offiziellen Bekanntgabe im "Flett " verhandelt. Friedel Drautzburg und Harald Grunert: Zwei linke Vögel aus der 68er-Szene. Drautzburg (Jahrgang 1938) brachte es als Jurastudent zum Geschäftsführer des Sozialistischen Hochschulbundes und dann zum Mitarbeiter bei der SPD-Bundestagsfraktion. Unter anderem war er mit Günter Grass Wahlkämpfer für Willy Brandt. 1970 übernahm er aus einer Bierlaune heraus die Bonner Edel-Kneipe "Schumann-Klause". Grunert (Jahrgang 1949) gab alternative Blätter heraus und stieg Anfang der 80er ebenfalls in die Bonner Promi-Gastronomie ein. Der Regierungsumzug nach Berlin spülte die beiden überzeugten Rheinländer an die Spree, wo sie 1997 mit der "Ständigen Vertretung" einen sensationellen Erfolg landeten. Es folgten Außen-Vertretungen in Hamburg und Hannover - und nun also auch für Bremen. Grunert und Drautzburg sind überzeugt, dass ihr Konzept mit obergärigem Kölsch, deftiger Kost, fotografierter Geschichte an den Wänden und lockerer Atmosphäre in Sichtweite des Marktplatzes auch hier ein Renner wird. Kommunikation steht oben an. "Deshalb", so Grunert (nicht verwandt mit einem ehemaligen Bremer Gastronomen gleichen Namens), "wird es auch keine Musik geben.
Volker Junck

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WESER KURIER, 4.3.2003

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WESER KURIER, 4.3.2003

"Berliner Kneipiers übernehmen das Flett"

Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: Am 28. April übernehmen die beiden Berliner Gastronomen Harald Grunert und Friedel Drautzburg das Restaurant "Flett" an der Böttcherstraße. Am Donnerstag werden sie ihr Konzept der Presse vorstellen. Wie berichtet, hatten die beiden Kneipiers lange ein Geheimnis daraus gemacht, in welchem "berühmten Lokal im Herzen der Hansestadt" sie künftig ihre Gäste verwöhnen wollen. Grunert und Drautzburg betreiben - wie berichtet - in Berlin, Hamburg und Hannover nach dem gleichen Konzept Politkult-Kneipen mit dem Namen "Ständige Vertretung", kurz "StäV" genannt. Dass das vierte Lokal an der Weser ein Flopp werden könnte, halten die beiden für unmöglich. Schließlich seien die drei anderen Kneipen stets "proppenvoll".

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WESER KURIER, 1.3.2003

Politkult-Kneipe "Ständige Vertretung" wird von Berlin nach Bremen exportiert

von Dietrich Eickmeier

„Friedel Gastros“ Einmarsch in Bremen

Rezept der rheinisch-berlinerischen Politkult-Kneipe „StÄV“ soll bald auch an der Weser Erfolg haben Berlin/Bremen.

„Eines der letzten Abenteuer der Menschheit“, sagt Friedel Drautzburg, „ist es, in diesen Zeiten einen Gastronomiebetrieb zu eröffnen“. Wagen will der Mann, den sie in Berlin für den Inbegriff alles Rheinischen halten, das Abenteuer dennoch: Zusammen mit seinem Partner Harald Grunert will Drautzburg das Erfolgskonzept der Politkult-Kneipe „Ständige Vertretung“, kurz „StÄV“ genannt, von Berlin nach Bremen exportieren. Am 28. April soll es an der Weser losgehen, in „einem berühmten Lokal im Herzen“ der Hansestadt. Mehr mögen Drautzburg und Grunert noch nicht verraten. Außer, dass am Abend der Bürgerschaftswahl in ihrem Lokal, dass optisch die „aufregende Bremer Nachkriegsgeschichte“ ebenso dokumentieren soll wie die von Bonner und Berliner Republik, eine große Wahlparty steigen soll. Das Konzept der Polit-Gastronomie oder Gastro-Politikkunst mit Kölsch und auch Karneval, das in der Hauptstadt so einschlug, sagt Drautzburg, „kann man vervielfältigen“.

Dass die nach Berlin, Hamburg und Hannover vierte „StäV“ an der Weser etwa ein Flop werden könnte, darauf verschwendet das rheinische Schlitzohr eigentlich auch gar keinen Gedanken. Denn seine Kneipen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie vom ersten Tag an immer „proppevoll“ sind. Das „Interessante“ daran, sagt der Mann, dem Journalisten schon zu Bonner Hauptstadtzeiten, in denen einst „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert für Drautzburg kellnerte, den Namen „Friedel Gastro“ verpassten, „dass keiner diese Idee anfangs für erfolgreich realisierbar hielt“. Wie eigentlich alle ihre Ideen. Dass es Drautzburg und Harald Grunert gelingen könnte, den Preußen an der Spree auch den Karneval irgendwie beizubringen, hatte vor ihm zunächst auch niemand für möglich gehalten. So erntete der vor drei Jahren ausgeheckte Plan, einen Karnevalsumzug durch Berlin zu veranstalten, auch bei Freunden erst mal nur Kopfschütteln und in der Berliner Presse hämische Kommentare. Es kamen aber an die 200 000 Zuschauer, morgen bei der dritten Auflage, werden es wohl schon eine halbe Million sein und der SFB wird live übertragen.

Inzwischen hat Berlin Grunert die gewünschten Umzugstermine bis zum Jahr 2049 rechtlich verbindlich zugesichert. „Harald I.“ hatte zunächst die vorhandenen Alt-Berliner Karnevalsvereine aus Ost und West mit den vom Rhein zugezogenen Jecken vereinigt, anfangs auch Schunkelkurse für Preußen veranstaltet und auch Karnevalslieder einüben lassen. Inzwischen reichen die vier Lokale des Gastro-Duos im „rheinischen Viertel“ der Hauptstadt nicht mehr aus, den närrischen Andrang aufnehmen zu können. Gefeiert wird jetzt auch am anderen Spreeufer, im legendären „Tränenpalast“, dem einstigen Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße. Der Karneval war es schließlich, der die „StÄV“ in Berlin mit berühmt gemacht hatte. Kurios hatte es vor fünf Jahren begonnen. Weil Anwohner des Lokals am Schiffbauerdamm Lärmbelästigung durch allzu frohsinnige Rheinländer befürchteten, erwirkten sie eine gerichtliche Verfügung gegen die aus Bonn zugereisten Kneipiers. Danach durfte in der „StÄV“ zwar geschunkelt, die Musik aber nur ganz leise angestellt werden. Drautzburg und Grunert setzten ihren Gästen kurzerhand Kopfhörer auf und sorgten dafür, dass genügend Presse und Fernsehen dabei waren. Bundesweite Schlagzeilen waren die nicht unerwünschte Folge. Und dabei sprach sich dann auch nach und nach bis in die Reiseführer herum, welche Gäste da zuweilen zu sehen sind. Polit-Prominenz wie Kanzler Gerhard Schröder und sein Wirtschaftsminister Wolfgang Clement gehören ebenso zu den Stammgästen wie Bundespräsident Johannes Rau, der als einziger Gast nicht Kölsch trinken muss, sondern sein geliebtes Pils aus einer Nachbarkneipe serviert bekommt. Ruth Brandt feiert hier schon mal mit Freunden Geburtstag.

Musiker, Abgeordnete, Minister oder Schriftsteller wie Günter Grass schauen öfter mal vorbei, um zu plaudern oder sich zwischen Touristen, Medienleuten und Köln-Bonner Heimwehleidern mit rheinisch-berlinerischer Küche zu stärken. Denn auf der Speisekarte (Motto: „Wenn wir schon leben müssen, dann wenigstens gut“) finden sich Rheinischer Sauerbraten, Halver Han oder Flammkuchen ebenso wie deftige Bouletten oder Havel-Zander. Ganz enge Freunde der beiden Wirte haben am Tresen ihren per Messingschild reservierten „Kölsch-Abstellplatz“. So wie Bremens früherer Bevollmächtigter Erik Bettermann. Zum „StäV-System“ gehört nicht nur das Wissen, dass „man hier immer einen trifft“, wie Drautzburg sagt, sondern dass seine Lokale auch zugleich eine Art Museum von fünf Jahrzehnten Bundesrepublik sind. Politikerporträts blicken von den Wänden auf die Gäste herab, der Sessel des Abgeordneten Jakob Kaiser aus dem 1. Deutschen Bundestag und ein Fenster aus dem Bonner Wasserwerk finden sich dort ebenso wie grafische Politkunst und zahlreiche Reliquien des rheinischen Karnevalwesens. In der künftigen Bremer Filiale wird sich denn auch, sagt Drautzburg, der Stuhl einfinden, auf dem der frühere Bundestagsabgeordnete Claus Grobecker gesessen habe. Für Grunert wird zugleich die Eröffnung der Bremer „StÄV“ eine Reise in die Stadt seiner Vorfahren. Immerhin hat die Hansestadt in der Neustadt eine Straße nach seinem Großvater benannt: Professor Dr. Karl Grunert, Pionier der Augenheilkunde.

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