Das schrieb die Presse über die Bremer StäVZum großen StäV PressespiegelWESER KURIER 29.07.2010 Kabarettabend in der Bremer StäV KREISZEITUNG SYKE 21.07.2010 Kabarettabend in der Bremer StäV WESER REPORT 11.07.2010 Kabarettabend in der Bremer StäV Kurier Am Sonntag / WESER KURIER 20.06.2010 BERLINER ZEITUNG 22.03.2010 Über den Geburtstag von Ben Wagin TAGESSPIEGEL 17. Dezember 2009 Bonn bekommt ein Stück Mauer Trierischer Volksfreund - Wochenjournal 07.11.2009 Ein Mauerstück für Wittlich
BILD am Sonntag. 23.August 2009 Wie wir wurden, was wir sind. Das schildert eine große Serie in der BILD am Sonntag zum 60. Geburtstag des modernen Deutschland. In der Folge 33 ging es um das Jahr 1981 und illustriert wurde der Beitrag mit einem berühmten Foto, dass auch in der StäV zu finden ist. Der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker schenkt Bundeskanzler Helmut Schmidt beim Abschied nach dem deutsch-deutschen Gipfeltreffen in der DDR auf dem Bahnhof von Güstrow einen Hustenbonbon. Gelutscht hat Schmidt ihn aber nicht. Weser Kurier. 20.August 2009 Mauerstück für Bremen Bremer Anzeiger, 09. August 2009 Nachbarschaftsfest Böttcherstraße Weser Report, 09. August 2009 Nachbarschaftsfest Böttcherstraße Kreiszeitung, 09. August 2009 Nachbarschaftsfest Böttcherstraße WESER KURIER, 04.06.09 Leserbrief
TAZ 28.04.09 Interview mit Friedel Drautzburg anlässlich des Besuchs von Günter Grass in Bremen Bremen4u - Eventmagazin, April 2009 Redaktion von Bremen4u in der Küche der Bremer StäV WESER KURIER, 04.04.09 Krisengipfel um Hafensenator Nagel und den SPD-Landesvorsitzenden Uwe Beckmeyer tagte in der StäV Bremen Wenn Sie erfahren möchten, wobei es bei diesem Gespräch ging - klicken Sie auf den Artikel WESER KURIER, 30.03.09
BILD, 30.03.09 DELMENHORSTER KREISBLATT, 30.03.09 NORDSEE-ZEITUNG, 30.03.09 (Online-Version) BREMER ANZEIGER, 29.03.09 BILD, 27.03.2009 - Vorabdruck der Koschnick-Biografie BILD, 28.03.2009 - Vorabdruck der Koschnick-Biografie
RADIO BREMEN, Homepage, 29.03.2009
KREISZEITUNG, 28.03.2009 Koschnick wird 80: Biografie erscheintVon Thomas Kuzaj. Von Getue um seine Person hält er nichts. Wir können und wollen es gleichwohl nicht verschweigen - Bremens Alt-Bürgermeister Hans Koschnick (SPD) feiert am Donnerstag, 2. April, seinen 80. Geburtstag. Der ehemalige EU-Administrator verbringt den Tag im engen Familienkreis. BREMER ANZEIGER, 18.02.2009
WESER KURIER, 15.02.2009 Meinungsfreudigsitzt er da und liest Zeitung: Friedrich Nowottny in einer Bremer Kneipe. Dass der prominente, mehrfach ausgezeichnete Fernseh-Journalist, Auslandskorrespondent, „Bericht aus Bonn“-Moderator in der Hansestadt weilt, ist nicht alltäglich. Diese Woche allerdings hatte sich der stets meinungsfreudige Mann mit Jörg-Dieter Kogel vom Nordwestradio verabredet. Außerdem war er in der „Gesprächszeit“-Reihe im Interview mit Moderator Tom Grote zu hören, hieß es. Schließlich ist Nowottny regelmäßig Gast im Sender, gibt er doch jeden Freitagmorgen im Nordwestradio einen humorig-scharfen Wochenrückblick zum Besten. In der „StäV“, der „Ständigen Vertretung“ in der Böttcherstraße, allerdings widmete sich Friedrich Nowottny seinen Tischkollegen und dem Kölsch. Auch Innensenator Ulrich Mäurer war mit von der Partie, in der es natürlich um Politik ging. Klar, dass Friedrich Nowottny die Gelegenheit nutzte, den Innensenator auszufragen. Doch er steuerte auch ein paar Anekdoten aus dem eigenen, erfahrungsreichen Journalistenleben bei. Beste Unterhaltung war also garantiert.
WESER REPORT, 28.01.2009 BREMER ANZEIGER, 29.10.2008
WESER KURIER, 04.09.2008 Sieling will Bremen in Berlin vertretenSPD-Fraktionschef strebt für 2009 ein Bundestagsmandat an und möchte damit Volker Kröning beerben Von Wigbert Gerling Gleichwohl kamen gestern – kaum hatte er seine Bundestagskandidatur ausgesprochen – die ersten Spekulationen auf, wer denn Sieling im attraktiven Amt des Fraktionsvorsitzenden in der Bürgerschaft beerben könnte. Dabei fielen Namen wie Birgit Busch und Martin Günthner, beide Stellvertreter Sielings. Aber auch einem Jürgen Pohlmann, Mitglied im Vorstand der Parlamentsriege, werden Chancen eingeräumt – ebenso wie Uta Kummer, stellvertretende Vorsitzende im einflussreichen Haushaltsausschuss. WESER KURIER 02.08.2008 BILD Zeitung, 02.08.2008 Cafe-future.net / Redaktion food-service / Branchennews 01.07.2008 Ständige Vertretung: 5-jähriges Jubiläum in BremenZehn Jahre Ständige Vertretung (StäV) in der Bundeshauptstadt Berlin – das Jubiläum wurde bereits im Vorjahr im neuen Regierungsviertel gefeiert. Jetzt war die Dependance in der Hansestadt Bremen an der Reihe: An der historischen, weltbekannten Böttcherstraße in der Altstadt gelegen, begrüßte sie zum 5. Geburtstag eine vielköpfige Prominentenschar aus der Weser-Metropole, allen voran Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert und Wirtschaftssenator Ralf Nagel. HANSESCHNACK (Bremen), Ausgabe Juli 2008 Bremen, den 13. Juni 2008 Trauerfeier in der Ständigen Vertretung
Der ehemalige Bremer SPD-Landesvorsitzende, Universitätsprofessor und Politikwissenschaftler Detlev Albers wieder nach oben
WESER KURIER, 25.05.2008 BREMER ANZEIGER, 25.05.2008 WESER REPORT, 25.05.2008
WESER KURIER, 10.11.2006 Die sommerliche Veranstaltung selbst hat inzwischen schon Tradition, die spätere Spendenübergabe ebenfalls:
SYKER KREISZEITUNG, 02.08.2006 Von Alice Bachmann BREMEN. Als Kuppler betätigte sich Moderator Theo Schlüter gestern in seiner Sendung "Nordwest vor Ort" im Bremer Presseclub, die auch "Theo und die Theologen" hätte heißen können. Da es in der direkt im Radio übertragenen morgendlichen Gesprächsrunde um Einrichtungen ging, die den Namen des Apostels Jakobus tragen, ist das altdeutsche Wort "Kuppler" sicher die bessere Wahl, als es das moderne "Netzwerker" wäre. Überhaupt bot das Thema reichlich Anlässe für Wortspiele, die Schlüter gern nutzte, auf die seine Gesprächspartner aber selten eingingen.
WESER KURIER 16.11.2005 Von unserer Mitarbeiterin Annekathrin Gut ALTSTADT. Seit zwei Jahren schwappt verstärkt rheinischer Frohsinn nach Bremen. Zentrum des närrischen Treibens: die „Ständige Vertretung“ im Flett in der Böttcherstraße. Völlig außer Rand und Band: In der „StändigenVertretung“ in der Böttcherstraße haben Karnevalsbegeisterte ihre liebste Jahreszeit eingeläutet.In Zivil kommt niemand zum Karneval, der auf sich hält. Auch nicht in Bremen. FOTOS: ROLAND SCHEITZ EINBLICK Ischa ’n Ding, aber ist ja Freimarkt: Mitten in der Woche und ein volles Haus mit viel Prominenz in der Ständigen Vertretung. Unsere Zeitung hatte eingeladen. Die Botschaft in der Böttcherstraße: Derzeit wird ja in Berlin, aber mit zunehmender Tendenz auch in Bremen, über neue Regierungsbündnisse philosophiert. Alles ist möglich – auch einmal eine schwarz-grüne Verbindung? WESER-KURIER-Ressortleiter Peter Voith erwies sich fast als politischer Hannover hin und her – als bekennender Bayer ist für Luft das Oktoberfest das Maß aller Dinge. Wobei er durchaus einräumt, dass der Freimarkt eindeutig weit oben in der Volksfest-Champions-League spielt. Diese Erfahrung müssen zwei andere offenbar erst noch machen: Peter Wiegand, neuer Pressesprecher der International University Bremen (IUB), und Verena Münsburg, neue Pressesprecherin der Kunsthalle. Der eine kennt bisher nur den Dom aus Hamburg, die andere die Altstadt und die längste Theke der Welt in Düsseldorf. Gestern in der Ständigen Vertretung hatten sie schon mal Gelegenheit, sich ein bisschen einzugewöhnen. Und versprachen: Nächste Woche gehen wir auch mal über die Bürgerweide. P.S. Mit der schwarz-grünen Annäherung (s. o.) war es am späteren Abend dann doch nicht so weit her. Karoline Linnert erinnerte sich dankbar an die Zeit, als Stefan Luft gemeinsam mit Klaus Schloesser im Rathaus arbeitete. Die Grüne: „Als die Senatspressestelle Luft-Schlösser verbreitete – das war wenigstens noch ehrlich.“ SYKER KREISZEITUNG, 13.10.2005 Von Thomas Kuzaj WESER KURIER, 28.09.2005 Zum elften Mal fand Donnerstag das Nachbarschaftsfest im Innenhof zwischen Böttchstraße und Kirchenstraße statt – und es war so voll, dass kein Durchkommen mehr war.
FREIMARKTSSTAMMTISCH IN DER STÄV 2004
WESER KURIER, 21.10.2003 Beim Freimarktstammtisch unserer Zeitung in der "Ständigen Vertretung" feierten (von links): Peter Bauer, stellvertretender Chefredakteur des WESER-KURIER, die Ex-Innensenatoren Peter Sakuth und Helmut Fröhlich, Bürgermeister Hartmut Perschau, Ex-Innensenator Friedrich van Nispen, Bürgerschaftspräsident Christian Weber und Innenstaatsrat Thomas vom Bruch. Fotos: Jochen Stoss Genossen den Abend (von links): Die Pressesprecher Klaus Schloesser (Senat), Lutz Ruminski (BIG), Andreas Lubkowitz (DGzRS), Winnie Abraham (Universität), Wolfgang Wilke (Space Center), Svenja Althaus (Universum), Markus Beyer (Senator für Inneres), Marlene Odenbach (swb Enordia) und Peter Voith, Ressortchef Lokales Bremen. Plauderten nicht nur über Bilanzen (von links): Holger Hinrichs (Bremer Tageszeitungen AG), Stefan Brockmann (Karstadt), Peter Schneider (Kaufhof), WESER-KURIER-Chefredakteur Volker Weise, Matthias Fonger (Handelskammer), Wolfgang Böttjer (Siemens AG Bremen) und Jürgen Roggemann (Handelskammer). Er konnte auf brandaktuelle Freimarkterfahrungen verweisen: Holger Bruns, Pressesprecher bei Bausenator Jens Eckhoff, kam gestern Abend direkt von der Bürgerweide. Volksfestbesuch mit Töchtern hatte der erste Teil seines Feierabendprogramms gelautet – wer einen Beweis brauchte, gab Bruns einfach die Hand. Und zuckte pronto zurück, denn die war eiskalt. Klare Diagnose: Handschuhe vergessen. Doch Bruns hatte Glück. Beim Freimarktstammtisch unserer Zeitung, zu dem wir gestern Abend in die "Ständige Vertretung" in der Böttcherstraße geladen hatten, trafen sich Politiker, Pressesprecher der Behörden und Unternehmen sowie jede Menge Promis aus der regionalen Wirtschaft. Mehr als genug Gelegenheiten also zum Händeschütteln und -aufwärmen – nicht nur für Holger Bruns. Mit dabei unter anderen Bürgermeister Hartmut Perschau, die Ex-Innensenatoren Peter Sakuth und Ralf Borttscheller, Karstadt-Geschäftsführer Stefan Brockmann und sein Kaufhof-Kollege Peter Schneider, Bausenator Jens Eckhoff, Matthias Fonger und Jürgen Roggemann (Handelskammer), CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Kastendiek, Jürgen Lemmermann (BSAG), Andreas Lubkowitz (DGzRS), Marlene Odenbach (swb Enordia), Senatssprecher Klaus Schloesser, Wolfgang Böttjer (Siemens Bremen), Wolfgang Wilke (Space Center Betriebs GmbH), Ingelore Rosenkötter (Landessportbund). Und, schon Achterbahn gefahren und im PowerTower gezittert? Auf diese Frage, die einfach gestellt werden musste, gab es a) stolzes Nicken, b) verlegenes Wegschauen und c) den Satz "ist eigentlich nicht so richtig mein Fall, der Freimarkt, aber vielleicht gehe ich doch mal gucken." Über derartige Zaudereien konnte Bürgerschaftspräsident Christian Weber nur müde lächeln. Auch Weber hatte sich "natürlich" auf der Bürgerweide getummelt. Schon deshalb, weil sein Sohn nicht nur Geisterbahnfan, sondern auch ein wahrer Abräumer an den Schießbuden ist. Sagte der stolze Vater. Und berichtete von den Folgen: kreischbunte Plüschtierarmeen, die inzwischen das Webersche Heim am Alten Postweg bevölkern. Unter der liebevollen Deko aus 99 (oder mehr?) rot-weißen Luftballons, die an der Stäv-Decke zu kleben schienen, und riesigen Lebkuchenherzen (leider leider aus Pappe), fühlte sich Weber jedenfalls gleich heimisch. WESER KURIER APRIL 2003 Die Erleichterung war groß: Zur Eröffnung der "Ständigen Vertretung" gab es keine Rede. Zwar war mit Bürgermeister Henning Scherf ein Politiker anwesend. Der Rathauschef schaute sich in der Kneipe, die ab sofort in den Räumlichkieten des Flett in der Böttcherstraße firmiert, aber lieber die Galerie mit Bildern an, die bedeutende und skurrile Momente deutsch-deutscher Geschichte dokumentiert. Zu sehen ist außerdem eine einzigartige Sammlung von Propagandaplakaten des nun micht mehr real existierenden Sozialismus mit markigen Sprüchen wie " 25 jahre DDR- 25 Jahre antiimerialistische Solidarität!". Die "Ständige Vertretung" (StäV) ist das Projekt von Friedel A. Drautzburg und Harald Grunert. Es gab sie bisher nur in Berlin. Doch die beiden Gastronomen sehen kein Problem, auch den Bremer Ableger erfolgreich auf den Weg zu bringen. In der "StäV" kann man rheinsich und bremisch genießen. Also beispielsweise Kölsch mit Kohl und Pinkel kombinieren oder Becks mit rheinischem Sauerbraten. BILD, 29.4.2003 Ein kichernder Kanzler. Ein knutschender Honecker. Und ein knackig-junger Henning Scherf. Bremen hat eine neue Kult-Kneipe. 300 Fotos lassen in der "Ständigen Vertretung" (Böttcherstraße) nicht nur die Fotografenherzen höher schlagen. Die Einrichtung ist hell, großzügig, viel Stahl. Schwarze und rote Sofas. Überall witzige Bilder aus Bonn, Bremen und Berlin. Dazu Wimpel, Fahnen, Politik-Nippes. Zur Eröffnung schaute Bürgermeister Henning Scherf im ehemaligen Flett vorbei. Und war begeistert: "Ich bin ja nicht der Typ für 'ne Stammkneipe, aber hier komme ich wieder her. Schon allein, weil's so viel zu gucken gibt!" Nicht nur zu gucken. Auch die Speisekarte ist randvoll mit Erlebnissen. Es locken Sauerbraten (12,20 Euro) und "Himmel und Ääd" (Blutwurst mit Kartoffelbrei, 8,70 Euro). Aber auch Knipp (7,20 Euro) steht auf dem Speiseplan. In punkto "Pils" muss sich der Biertrinker zusammenreißen. "Jippet nich", sagt der Rheinländer. Dafür ohne Ende lecker Kölsch (1,80 nEuro)... Täglich von 11 bis 1 Uhr. Melanie Besecke WESER KURIER, 7.3.2003 Jüngere Leute wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, was das war - die "Ständige Vertretung" der früheren beiden deutschen Staaten in Ostberlin und Bonn. Diplomatische Beziehungen durfte es wegen des besonderen Verhältnisses ja nicht geben. Die DDR ist dahin gegangen und mit ihr auch die "StäV" in Ost und West. Doch als gastronomisches Markenzeichen feiert sie fröhliche Urstände - ab 28. April auch in der Böttcherstraße. Wie schon kurz berichtet, übernehmen die Berliner Gastronomen Friedel Drautzburg und Harald Grunert das nicht sonderlich florierende "Flett" an der Böttcherstraße und funktionieren es zu einer Kölsch-Kneipe mit Politflair um. Das war langsam durchgesickert, weil in Bremen nichts geheim bleibt. Doch bis zur endgültigen Vertragsunterzeichnung mit der Böttcherstraßen GmbH als Vermieterin wurde gestern bis kurz vor der offiziellen Bekanntgabe im "Flett " verhandelt. Friedel Drautzburg und Harald Grunert: Zwei linke Vögel aus der 68er-Szene. Drautzburg (Jahrgang 1938) brachte es als Jurastudent zum Geschäftsführer des Sozialistischen Hochschulbundes und dann zum Mitarbeiter bei der SPD-Bundestagsfraktion. Unter anderem war er mit Günter Grass Wahlkämpfer für Willy Brandt. 1970 übernahm er aus einer Bierlaune heraus die Bonner Edel-Kneipe "Schumann-Klause". Grunert (Jahrgang 1949) gab alternative Blätter heraus und stieg Anfang der 80er ebenfalls in die Bonner Promi-Gastronomie ein. Der Regierungsumzug nach Berlin spülte die beiden überzeugten Rheinländer an die Spree, wo sie 1997 mit der "Ständigen Vertretung" einen sensationellen Erfolg landeten. Es folgten Außen-Vertretungen in Hamburg und Hannover - und nun also auch für Bremen. Grunert und Drautzburg sind überzeugt, dass ihr Konzept mit obergärigem Kölsch, deftiger Kost, fotografierter Geschichte an den Wänden und lockerer Atmosphäre in Sichtweite des Marktplatzes auch hier ein Renner wird. Kommunikation steht oben an. "Deshalb", so Grunert (nicht verwandt mit einem ehemaligen Bremer Gastronomen gleichen Namens), "wird es auch keine Musik geben. WESER KURIER, 4.3.2003 WESER KURIER, 4.3.2003 Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: Am 28. April übernehmen die beiden Berliner Gastronomen Harald Grunert und Friedel Drautzburg das Restaurant "Flett" an der Böttcherstraße. Am Donnerstag werden sie ihr Konzept der Presse vorstellen. Wie berichtet, hatten die beiden Kneipiers lange ein Geheimnis daraus gemacht, in welchem "berühmten Lokal im Herzen der Hansestadt" sie künftig ihre Gäste verwöhnen wollen. Grunert und Drautzburg betreiben - wie berichtet - in Berlin, Hamburg und Hannover nach dem gleichen Konzept Politkult-Kneipen mit dem Namen "Ständige Vertretung", kurz "StäV" genannt. Dass das vierte Lokal an der Weser ein Flopp werden könnte, halten die beiden für unmöglich. Schließlich seien die drei anderen Kneipen stets "proppenvoll". WESER KURIER, 1.3.2003 von Dietrich Eickmeier „Eines der letzten Abenteuer der Menschheit“, sagt Friedel Drautzburg, „ist es, in diesen Zeiten einen Gastronomiebetrieb zu eröffnen“. Wagen will der Mann, den sie in Berlin für den Inbegriff alles Rheinischen halten, das Abenteuer dennoch: Zusammen mit seinem Partner Harald Grunert will Drautzburg das Erfolgskonzept der Politkult-Kneipe „Ständige Vertretung“, kurz „StÄV“ genannt, von Berlin nach Bremen exportieren. Am 28. April soll es an der Weser losgehen, in „einem berühmten Lokal im Herzen“ der Hansestadt. Mehr mögen Drautzburg und Grunert noch nicht verraten. Außer, dass am Abend der Bürgerschaftswahl in ihrem Lokal, dass optisch die „aufregende Bremer Nachkriegsgeschichte“ ebenso dokumentieren soll wie die von Bonner und Berliner Republik, eine große Wahlparty steigen soll. Das Konzept der Polit-Gastronomie oder Gastro-Politikkunst mit Kölsch und auch Karneval, das in der Hauptstadt so einschlug, sagt Drautzburg, „kann man vervielfältigen“. Dass die nach Berlin, Hamburg und Hannover vierte „StäV“ an der Weser etwa ein Flop werden könnte, darauf verschwendet das rheinische Schlitzohr eigentlich auch gar keinen Gedanken. Denn seine Kneipen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie vom ersten Tag an immer „proppevoll“ sind. Das „Interessante“ daran, sagt der Mann, dem Journalisten schon zu Bonner Hauptstadtzeiten, in denen einst „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert für Drautzburg kellnerte, den Namen „Friedel Gastro“ verpassten, „dass keiner diese Idee anfangs für erfolgreich realisierbar hielt“. Wie eigentlich alle ihre Ideen. Dass es Drautzburg und Harald Grunert gelingen könnte, den Preußen an der Spree auch den Karneval irgendwie beizubringen, hatte vor ihm zunächst auch niemand für möglich gehalten. So erntete der vor drei Jahren ausgeheckte Plan, einen Karnevalsumzug durch Berlin zu veranstalten, auch bei Freunden erst mal nur Kopfschütteln und in der Berliner Presse hämische Kommentare. Es kamen aber an die 200 000 Zuschauer, morgen bei der dritten Auflage, werden es wohl schon eine halbe Million sein und der SFB wird live übertragen. Inzwischen hat Berlin Grunert die gewünschten Umzugstermine bis zum Jahr 2049 rechtlich verbindlich zugesichert. „Harald I.“ hatte zunächst die vorhandenen Alt-Berliner Karnevalsvereine aus Ost und West mit den vom Rhein zugezogenen Jecken vereinigt, anfangs auch Schunkelkurse für Preußen veranstaltet und auch Karnevalslieder einüben lassen. Inzwischen reichen die vier Lokale des Gastro-Duos im „rheinischen Viertel“ der Hauptstadt nicht mehr aus, den närrischen Andrang aufnehmen zu können. Gefeiert wird jetzt auch am anderen Spreeufer, im legendären „Tränenpalast“, dem einstigen Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße. Der Karneval war es schließlich, der die „StÄV“ in Berlin mit berühmt gemacht hatte. Kurios hatte es vor fünf Jahren begonnen. Weil Anwohner des Lokals am Schiffbauerdamm Lärmbelästigung durch allzu frohsinnige Rheinländer befürchteten, erwirkten sie eine gerichtliche Verfügung gegen die aus Bonn zugereisten Kneipiers. Danach durfte in der „StÄV“ zwar geschunkelt, die Musik aber nur ganz leise angestellt werden. Drautzburg und Grunert setzten ihren Gästen kurzerhand Kopfhörer auf und sorgten dafür, dass genügend Presse und Fernsehen dabei waren. Bundesweite Schlagzeilen waren die nicht unerwünschte Folge. Und dabei sprach sich dann auch nach und nach bis in die Reiseführer herum, welche Gäste da zuweilen zu sehen sind. Polit-Prominenz wie Kanzler Gerhard Schröder und sein Wirtschaftsminister Wolfgang Clement gehören ebenso zu den Stammgästen wie Bundespräsident Johannes Rau, der als einziger Gast nicht Kölsch trinken muss, sondern sein geliebtes Pils aus einer Nachbarkneipe serviert bekommt. Ruth Brandt feiert hier schon mal mit Freunden Geburtstag. Musiker, Abgeordnete, Minister oder Schriftsteller wie Günter Grass schauen öfter mal vorbei, um zu plaudern oder sich zwischen Touristen, Medienleuten und Köln-Bonner Heimwehleidern mit rheinisch-berlinerischer Küche zu stärken. Denn auf der Speisekarte (Motto: „Wenn wir schon leben müssen, dann wenigstens gut“) finden sich Rheinischer Sauerbraten, Halver Han oder Flammkuchen ebenso wie deftige Bouletten oder Havel-Zander. Ganz enge Freunde der beiden Wirte haben am Tresen ihren per Messingschild reservierten „Kölsch-Abstellplatz“. So wie Bremens früherer Bevollmächtigter Erik Bettermann. Zum „StäV-System“ gehört nicht nur das Wissen, dass „man hier immer einen trifft“, wie Drautzburg sagt, sondern dass seine Lokale auch zugleich eine Art Museum von fünf Jahrzehnten Bundesrepublik sind. Politikerporträts blicken von den Wänden auf die Gäste herab, der Sessel des Abgeordneten Jakob Kaiser aus dem 1. Deutschen Bundestag und ein Fenster aus dem Bonner Wasserwerk finden sich dort ebenso wie grafische Politkunst und zahlreiche Reliquien des rheinischen Karnevalwesens. In der künftigen Bremer Filiale wird sich denn auch, sagt Drautzburg, der Stuhl einfinden, auf dem der frühere Bundestagsabgeordnete Claus Grobecker gesessen habe. Für Grunert wird zugleich die Eröffnung der Bremer „StÄV“ eine Reise in die Stadt seiner Vorfahren. Immerhin hat die Hansestadt in der Neustadt eine Straße nach seinem Großvater benannt: Professor Dr. Karl Grunert, Pionier der Augenheilkunde.
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