Aktuelles aus den StäVs

Previous Next
Rolf Zacher in der StäV Berlin 13. März 2014 Rolf Zacher in der StäV Berlin Der Berliner Rolf-Dieter Zacher ist nicht... Read more
Kreuzfahrtwochenende mit der StäV und den Brings Januar 2014 Kreuzfahrtwochenende mit der StäV und den Brings Sehr verehrte... Read more
Die neue StäV auf dem Köln Bonn Airport April 2014 Die neue StäV auf dem Köln Bonn Airport Typische kölsche... Read more
StäV-Broschüre StäV-Broschüre Liebe StäV-Freunde, in unserer aktuellen Broschüre der StäV haben... Read more

Alt-Kanzler-Filet

Alt-Kanzler-Filet

Altkanzler-Filet

1002_Schroeder-th
 
fd_curry-th

Friedel Drautzburg mit dem Altkanzler-Filet

Altkanzler Gerhard Schröder hatte mit seinem Freund, dem früheren Bundesgeschäftsführer der SPD, Klaus-Uwe Benneter, mal wieder Lust auf seine geliebte Currywurst in der StäV. Über den Wechsel im Porzellan - früher: Kanzler-Filet/heute: Altkanzler-Filet - hat er ziemlich vergnügt reagiert... Die kleine Nationalflagge hat er sich gerne mitgenommen.

kanzlerfilet02-thkanzlerfilet01-th
Das Altkanzler-Filet mit Kartoffelsalat (links) und Bratkartoffeln (rechts)

Bild 04-09-2009 Currywurst wird 60

BILD Berlin, 04.09.2009

Glückwunsch! Currywurst wird heute 60

090904-bild-berlin-klein

Berliner Kurier 04-09-2009 Der Currywurst-Pate

BERLINER KURIER, 04.09.2009

Der Currywurst-Pate

090904-berliner-kurier-klein

Bild 12-05-2009 Auf'ne Currywurst mit Liza Minnelli

BILD ZEITUNG, 12.05.2009

Auf'ne Currywurst mit Liza Minnelli

090512-bild-klein

Berliner Zeitung 22-04-2009 Oma Curry war 49, als sie der Curry den Pfiff verpasste

BERLINER ZEITUNG, 22.04.2009

Oma Curry war 49, als sie der Curry den Pfiff verpasste

090422-bz-klein

Berliner Morgenpost 19-03-2009 Currywurst kommt nach 60 Jahren ins Museum

BERLINER MORGENPOST, 19.03.2009

Currywurst kommt nach 60 Jahren ins Museum

Von Alexander Krex
Die Currywurst gehört zu Berlin wie das Brandenburger Tor. Hier wurde sie erfunden, hier hielt sie alle Imbiss-Trends stand. Eine private Initiative setzt dem beliebtesten Imbiss nun ein Denkmal. Im August öffnet ganz in der Nähe des Checkpoint Charly das erste Currywurst-Museum.

currywurst-berlin

Im Deutschen Currywurstmuseum soll es natürlich auch Currywurst geben. Foto: DPA

Es gibt Soja-Pudding, Cous-Cous-Salat und Möhren-Ingwer-Suppe, und es gibt Currywurst. Gegen jeden Lebensmittel-Trend, gegen jede verordnete Diät hat sie sich behauptet. Ihr Domizil, die Curry-Bude, hielt ebenfalls stand: Nach wie vor findet man sie zahlreich in den Straßen Berlins, weder große architektonische Visionen, noch die aktuell heiß diskutierte Gentrifizierung der Kieze konnte sie aus dem Stadtbild verdrängen. Die Currywurst ist ohne Frage ein Wahrzeichen Berlins. Jetzt wird diese Tatsache quasi offiziell gewürdigt: Am 16. August eröffnet das Deutsche Currywurst Museum Berlin in der Schützenstraße 70 in Mitte.

Currywurst als globaler Snack

Seit mehr als einem halben Jahrhundert, seit die Curry 1949 von Herta Heuwer in Charlottenburg erfunden wurde, hat sich ihr Erscheinungsbild nicht verändert: Geschnitten in roter Soße schwimmend, in einer Pappschale serviert, dazu eine Schrippe und ein bunter Plastik-Dreizack, der "Curry-Pieker". Trotzdem gibt es einiges zu erzählen von der ebenso populären wie scharfen Wurstspezialität. Das Museum soll ihre Geschichte, Herstellung und Verbreitung zeigen. Die Initiatoren rechnen mit 350.000 Besuchern jährlich, der Eintritt soll sieben bis elf Euro kosten. Natürlich wird es auch einen Curry-Imbiss geben - Probieren geht ja bekanntlich über Studieren. In keinem anderen Museum habe man die Möglichkeit "den Corpus Delicti, den Kern einer Ausstellung, so sehr zu verinnerlichen, also aufzuessen", sagt Initiator und Kurator Martin Löwer. Fast drei Jahre hat es gedauert, den richtigen Ort für das Museum zu finden. Jetzt ist der Mietvertrag für die Räumlichkeiten mit mehr als 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche unweit des Checkpoint Charlie unterschrieben. Insgesamt sollen fünf Millionen Euro in das Museum investiert werden. Museumsleiterin Birgit Breloh wünscht sich, dass die Ausstellung "sämtliche Dimensionen der Currywurst beleuchtet." So können die Besucher die Seiten wechseln, indem sie sich einmal hinter die Theke einer Curry-Bude begeben, um die für die Zubereitung notwendigen Gerätschaften kennenzulernen. An den obligatorischen Stehtischen wiederum lauscht man Erzählungen aus Lautsprechern in der Form roter Curry-Ketchup-Flaschen. Durch die Ausstellung führt ein dicker, roter Saucen-Strang, der sich durch sämtliche Räume zieht. Für die Macher war klar: Die Soße macht's. Nicht umsonst nahm Herta Heuwer ihr Rezept mit ins Grab - nicht einmal ihr Ehemann kannte es. Das praktischste Exponat im Museum dürfte wohl der "Curry-Atlas" sein. Auf dieser multimedialen Berlin-Karte sind Hunderte Curry-Buden eingezeichnet, an denen sich Curry-Fans satt essen können. Aber auch Skurrilitäten wie ein Konsistometer, ein Gerät, das die Konsistenz der Curry-Sauce misst, werden ausgestellt sein. Wer meint, all das sei zu viel Wirbel um eine einfache Wurst, der bedenke, dass deutschlandweit in jeder Minute etwa 1500 dieser Delikatesse verspeist werden, ob zum zweiten Frühstück oder als Nachtimbiss.

Klassenlose Delikatesse

Auch der Geschäftsführer und Kreativdirektor des Ateliers Markgraph aus Frankfurt am Main, Stefan Weil, war zunächst skeptisch. Zusammen mit dem Berliner Büro Kubix zeichnet das Gestaltungsbüro für die räumliche Präsentation der Ausstellung verantwortlich. Als die Frankfurter die Ausschreibung im Jahr 2005 gewannen, wussten sie noch nicht so recht, worauf sie sich mit dem Currywurst Museum eingelassen hatten. "Zunächst haben wir die Bandbreite dieses profan wirkenden Themas unterschätzt", sagt Weil. Das änderte sich jedoch schnell, als Weil die Currywurst auf einer Liste wichtiger deutscher Erfindungen in der Zeitung entdeckte und ein Kollege aus dem Kopf Songs zitierte, die allein dem beliebten Snack gewidmet waren, etwa von Herbert Grönemeyer. Zudem stellte man fest, dass die Curry ein gesamtgesellschaftliches Phänomen ist: Quer durch alle Bevölkerungsschichten wird sie gern verdrückt - sowohl dort, wo Berlin sexy ist, als auch dort, wo es eher arm ist. Einzig an einer Frage scheiden sich auch in der Curry-Hauptstadt des Landes die Geister: "Mit Darm, oder ohne?"

Berliner Zeitung 19-03-2009 Die Currywurst bekommt im August ein eigenes Museum

BERLINER ZEITUNG, 19.03.2009

Aber bitte mit Soße

Die Currywurst bekommt im August ein eigenes Museum

von Iris Brennberger
Von der Museumsdecke soll die Currysoße tropfen - nicht in echt, aber aus Plastik. Es wird einen begehbaren Imbiss-Stand geben, Besucher können sich Kopfhörer in der Form von Ketchup-Flaschen aufsetzen, mittels ihrer Kaumuskeln Figuren auf einem Computerbildschirm bewegen oder sich gemütlich auf einem wurstförmigen Sofa niederlassen und unzählige Informationen verdauen: zur Erfindung der Currywurst, zu ihrem Verbreitungsgebiet und zum Geheimnis der richtigen Soße.

Ab Mitte August geht es in der Schützenstraße 70 in Mitte nur noch um die Wurst. Auf einer Fläche von 1 100 Quadratmetern soll dort das Deutsche Currywurst Museum eröffnen. Betreiber ist die E.I. Edutainment International GmbH mit Sitz in Berlin. Gestern stellten die Beteiligten das Konzept vor. Der Mietvertrag sei unterschrieben, sagte Martin Löwer (54), Unternehmensberater und Initiator des Ganzen. Fünf Millionen Euro werde die Firma in das Haus unweit des Checkpoint Charlie investieren.

Es gelte "Wissensgewinn mit Spaß zu verbinden", sagte Löwer. Die künftige Museumsdirektorin Birgit Breloh kündigte an: "Wir wollen sämtliche Dimensionen der Currywurst beleuchten." Dazu gehört neben viel Theorie natürlich auch die Praxis. In einer Imbiss- Lounge werden "alle Varianten" der Currywurst serviert, Currywurst mit roter oder brauner Soße, mit scharfer Soße oder vegetarisch, selbst eine Variante mit Blattgold sei denkbar. Die Spitzenköche Kolja Kleeberg und Thomas Kammeier kreieren bereits exklusive Soßen.

currywurst-1

Geschmackssache: Die Currywurst zieht ins Museum. Foto: dpa

Erinnerung an Herta Heuwer

Die Idee zum Currywurstmuseum kam Löwer auf Jamaika, wo er ein Museum besuchte, das sich mit der Yamswurzel, einem dortigen Grundnahrungsmittel, beschäftigt. In Deutschland würden in jeder Minute 1 500 der Würste mit rot-brauner Soße vertilgt, sagte Museumsdirektorin Breloh. Es gebe zahllose bekennende Currywurst-Fans wie Alt-Kanzler Gerhard Schröder, Fernseh- und Kinofilme beschäftigten sich mit der Wurst. Kurz und gut: Die Wurst sei Kult.

Berlin, das sich mit Hamburg um die Urheberschaft der Cholesterinbombe streitet, sei der richtige Ort für ein Currywurstmuseum, findet Löwer. Die Geschichte der Herta Heuwer, die an ihrem Imbiss am Stuttgarter Platz 1949 die erste Currywurst servierte, werde im Museum ausführlich gewürdigt.

Löwer wollte schon vor drei Jahren ein Currywurstmuseum eröffnen. Doch die Immobiliensuche war schwierig - nie hätten sich Museum und Gastronomie gleichzeitig unterbringen lassen, sagte er. Dieses Mal sei alles anders. Das Haus und die zentrale Lage seien optimal - gerade um Touristen anzuziehen. Auf deren Geschmack kommt es letztlich an.

------------------------

Ausstellung und Imbiss

Alles Wurst: Das private Deutsche Currywurst Museum will informieren und unterhalten. Geplant ist eine Ausstellung über die Geschichte, Herstellung und Zubereitung der Currywurst. Es wird einen Museumsshop und eine Imbiss-Lounge geben. Alle möglichen Wurst-Varianten - süß, scharf, vegetarisch oder mit Blattgold - sollen laut Betreiber angeboten werden.

Erwartungen: Die Betreiberfirma, die E.I. Edutainment International GmbH, rechnet mit 350 000 Besuchern jährlich. Sie will besonders Touristen ansprechen. Die Investitionen betragen laut Firma fünf Millionen Euro. Entstehen sollen 24 Arbeitsplätze.

Eröffnung: Am 15. August soll das Museum in der Schützenstraße 70 in Mitte eröffnet werden. Ab 16. August ist es für die Allgemeinheit zugänglich. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10-22 Uhr.

Preise: Der Eintritt wird laut Betreiber zwischen sieben und elf Euro kosten, es gebe die üblichen Ermäßigungen.

Der Tagesspiegel 19-03-2009 Currywurst kommt ins Museum

DER TAGESSPIEGEL 19.03.2009

Vitrine statt Kantine:

Currywurst kommt ins Museum

Ab Sommer wird die Currywurst in ihrem eigenen Museum in einer Schau gezeigt. Erwartet werden pro Jahr 350.000 Besucher.
Bernd Matthies hat sich schon einmal umgesehen.

Der Presseauftrieb entsprach einem mittelschweren Senatorenrücktritt – aber wer wollte auch behaupten, dass die Currywurst für die Stadt weniger wichtig sei? Diesmal ging es nicht einmal direkt um die Wurst, sondern um ihr Museum: Die privaten Betreiber um den Unternehmensberater Martin Löwer, die schon 2005 ein Konzept vorstellten, haben nun endlich in der Schützenstraße 70 am Checkpoint Charlie die passenden Räume gefunden.

Und sie setzen sich, wenn sie am 16. August die 1100 Quadratmeter große Schau eröffnen, ein extrem ehrgeiziges Ziel: 350 000 Besucher werden pro Jahr erwartet, rund tausend täglich, und das bei einem Eintrittspreis zwischen sieben und elf Euro, das ist eine optimistische Annahme. Zum Vergleich: Die Alte Nationalgalerie hatte 2007 370.000 Besucher.

Die passende Verpflegung ist im Preis nicht enthalten, wird aber angeboten, denn zum Museum gehört auch ein Imbiss mit allen handelsüblichen Arten von Currywurst, dessen Betreiber bereits feststeht, aber noch nicht unterschrieben hat. Es sei aber klar, dass er aus Berlin komme und sich mit dem Objekt der kulinarischen Begierde bestens auskenne, heißt es. Die Fans dürfen also rätseln: Curry 195? Curry 36? Krasselt? Konnopke?

Zwei andere Namen werden aber schon genannt: Die Berliner Küchenchefs Kolja Kleeberg und Thomas Kammeier haben fürs Museum ein paar spezielle Saucen komponiert. Wer sie probieren will, muss nicht automatisch auch Eintritt zahlen, denn der Museumsimbiss bleibt wie der Museumsshop von außen zugänglich.

„Museum“ klingt überdies ein wenig irreführend: Das originale Fett, in dem Herta Heuwer 1949 am Stuttgarter Platz die Currywurst gebraten hat, steht nicht mehr zur Verfügung, und auch ihr patentierter Ketchup, den sie „Chillup“ nannte, hat angesichts einer Fülle von Variationen ein wenig an Reiz verloren. Doch immerhin konnte sich Museumsleiterin Birgit Breloh die Unterstützung der Erben sichern, die nun mit Rat und Tat bei der Konzeption einer modernen Multimedia-Schau helfen, in der es darum geht, „sämtliche Dimensionen der Currywurst zu beleuchten“ (Breloh).

Dazu gehören eine begehbare Imbissbude, Hörstationen in Form einer Ketchupflasche, an denen Prominente Auskunft über einschlägige Vorlieben geben, ein Themenraum über das Leben der Erfinderin, ein Kinosaal sowie eine „Kinderspur“, in der spezifische Informationen weiter unten angeordnet sind als im Rest des Museums. Die privat aufgebrachte Investitionssumme beläuft sich auf fünf Millionen Euro, 24 Beschäftigte sollen sich um Gäste und Wurst kümmern.

Der Spiegel 03-09 Kult um die Currywurst

DER SPIEGEL, 03/09

Kult um die Currywurst

Marion Meyer-Radtke, AFP

Der Ikone der deutschen Pommesbudenkultur wird ein Denkmal gesetzt: Mitte August eröffnet in der Hauptstadt das erste Deutsche Currywurst-Museum. Die zukünftige Direktorin will sämtliche Dimensionen der Wurst beleuchten, dabei helfen werden ihr Berliner Sterneköche.

Berlin - Die Currywurst gehört zu Berlin wie Hertha BSC, Brandenburger Tor und Berliner Bär. An mehreren hundert Buden und Imbissständen wird in der Stadt die Wurst in der Würztunke verkauft - von Kreuzberg bis Charlottenburg, von Marzahn bis Mariendorf. Und auch die offizielle Erfinderin des genial einfachen Gerichts war eine Berlinerin. Grund genug für eine kleine Privatinitiative, Deutschlands Imbiss Nummer eins endlich ein Denkmal zu setzen: Am 16. August eröffnet in Berlin das erste Deutsche Currywurst-Museum. "Unser Ziel ist es, sämtliche Dimensionen der Currywurst zu beleuchten", sagt die Kultursoziologin und designierte Direktorin des Museums, Birgit Breloh, bei der Vorstellung des Konzepts am Mittwoch. Immerhin würden in Deutschland 800 Millionen Currywürste pro Jahr gegessen. "Das heißt, in jeder Minute werden 1500 Currywürste verspeist." Außerdem sei die Currywurst mehr als ein Wahrzeichen Berlins. "Es gibt so viel zu erzählen."

Ganz in der Nähe des Checkpoint Charlie, auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern bauen die Betreiber dazu ein poppig-buntes Panorama auf, in dem es buchstäblich um die Wurst geht: In einer begehbaren Imbissbude machen die Besucher mit allen notwendigen Gerätschaften Bekanntschaft. An Stehtischen sind Hörstationen in Form von Ketchup-Flaschen aufgebaut, an denen Prominente ihre Liebe zur Currywurst erklären.

Stilisierte Soßentropfen hängen von Decke, Wurstsofas laden zum Verweilen ein, und eine Soßenspur zieht sich durch die Ausstellung. "Das Geheimnis der Currywurst liegt in der Soße, das haben wir als Leitmotiv genommen", sagt Stefan Weil von der Agentur Markgraph, die das Konzept mitentwickelt hat.

Currywürste von Sterneköchen

Einen Kinobereich wird es geben mit Szenen aus der Fernsehserien wie "Drei Damen vom Grill", eine Gewürzkammer und einen eigenen Raum für Herta Heuwert, die offizielle Erfinderin der Currywurst. Der Legende nach stand sie sich an einem verregneten Abend im September 1949 in ihrem Imbisswagen im amerikanisch besetzten Westteil von Berlin die Beine in den Bauch und fing aus lauter Langeweile an, Gewürze und Tomatenmark zusammenzurühren.

Brühwursten servierte - die erste Currywurst der Welt, eine Anlehnung an das Steak mit Ketchup, das die US-Soldaten so gerne aßen und das bis zur Nachkriegsbesatzung in Deutschland völlig unbekannt war.

Natürlich werde das Museum auch auf den "Currywurst-Krieg" zwischen Berlin und Hamburg um die tatsächliche Urheberschaft eingehen, sagt die designierte Direktorin Breloh. Aber die Erfindung der Currywurst in Berlin sei historisch am besten belegt. Und selbstverständlich werden die Besucher auch jede Menge Currywürste essen können. Die Berliner Sterneköche Thomas Kammeier und Kolja Kleeberg mixten extra für das Museum eigene Soßen zusammen. Daneben soll es verschiedene Varianten aus den deutschen Regionen geben, genauso wie vegetarische Würste und sogar eine Komposition mit Blattgold.

Mit großen Gewinnen rechnen die Initiatoren des Currywurst-Museums nicht. "Wir nehmen das eher sportlich", sagt der Kurator Martin Löwer. "Es ist ein witziges Thema und ein interessantes." Etwa 20 Freunde, Bekannte und Currywurst-Fans konnte der 54-jährige Unternehmensberater für sein Projekt gewinnen. Rund 50 Millionen Euro ließ sich die Gruppe das Museum kosten.

Um den Zuspruch der Besucher ist den Organisatoren nicht weiter bange: Rund 350.000 Besucher erwartet das Museum jährlich. "Ich habe schon einen überquellenden Ordner voll mit Anfragen von Schulklassen aus Schweden und Amerika", sagt Breloh. Mit Sicherheit sei dies die verrückteste Idee seines Lebens gewesen, bekennt Löwer. Aber damit scheint er ganz glücklich: "Ich hatte schon viele seriöse Ideen, aber für die hat sich niemand so interessiert wie für diese hier."