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Mr. Bird

MrBird - Die WC Attraktion

Mr. Bird - Der Berliner StäV-WC-Inspektor

Prof. Dr. Vogel, Institut für Kommunikation und Keramikkunde


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Mr. Bird in der StäV


Ist der Herr Vogel da ?

Wie der neueste Marcellino`s Berlin-Reiseführer schon vermeldet, sind unsere neuen WC-Anlagen wirkliche "Hingucker", lösen Bewunderung aus und die politisch-historischen Dokumentationen sind nachher am Tisch unter den Gästen Gesprächsthema.


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Am besten Sie kommen vorbei und lassen sich von Mr. Bird eine persönliche Führung durch die WC-Informationsräume angedeihen.


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Herr Vogel, am Sonntag "Mr. Bird" genannt, ist der "WC Inspektor" der Ständigen Vertretung und ein Original, wie man es kaum in einer anderen Kneipe finden dürfte.


Mit Charme und einer eindrucksvollen Kommunikationsfähigkeit hat er sich nicht nur die Sympathie der Gäste, sondern inzwischen auch den Titel "Prof. Dr. Vogel, Institut für Kommunikation und Keramikkunde" erworben.


Der Schauspieler Wolfgang Völz erzählt von einem Gespräch mit Herrn Vogel.


Völz: Wenn man in die StäV kommt, hat man manchmal den Eindruck, als sei der WC Raum eine verlängerte Theke. Die Gäste stehen bei Ihnen, klönen, trinken ...

Vogel: ... mir hat sogar ein Staatssekretär schon einmal das „Du“ angeboten.

Völz: Und es soll hier immer frische Blumen geben, auf den Damentoiletten auch Duftkerzen.

Vogel: „Dienst am Kunden.“ Das ist doch selbstverständlich. Die Leute müssen sich doch auch auf der Toilette wohl fühlen, nicht wahr?
Ich war 35 Jahre lang Handelsvertreter. Da weiß man, was die Leute wünschen. Ich erkenne zum Beispiel auch sofort, ob jemand einen Druck oder einen Suchtblick hat.



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Wolfgang Völz hat mit dem "WC Inspektor" der StäV bei einem Kölsch zusammengesessen.



Völz: Einen was?

Vogel: Na, ob er dringend auf Toilette will oder ob er Zigaretten braucht. Darüber kommt man leicht ins Gespräch.

Völz: Es heißt, hin und wieder sollen Sie so 'ne Art Beichtvater sein.

Vogel: So ähnlich kann man das sagen. Manche kommen und erzählen mir von ihren Sorgen oder fragen mich um Rat. Und ich bin ja nicht auf den Mund gefallen, ich sage dann auch was dazu. Ich kenne ja das Leben. Es ist auch schon passiert, dass Leute kommen und an ein Gespräch anknüpfen, das sie vor einem Jahr, bei ihrem letzten Berlinbesuch oder so, mit mir geführt haben. Da muss ich mir dann aber doch noch einmal erzählen lassen, wie es damals mit der Liebe, der Oma, dem Bauchweh gewesen ist ...

Völz: Also eine Art Wohlfühltherapie ...

Vogel: Einmal war sogar Frederik hier, der Kronprinz von Dänemark. Zuerst sind seine Bodyguards mit zur Toilette gekommen. Aber dann
meinten sie, ich wäre so nett, hier wäre keine Gefahr für ihn das nächste Mal könne der Prinz alleine kommen. überhaupt... manchmal erlebt
man hier dolle Dinger. Einmal zum Beispiel kam ein Ehepaar rein. So ganz schnieke. Er im Frack, sie in so einem silber besetzten Abendkleid.
Und als die zwei wieder rausgehen, drückt der Mann mir als Trinkgeld ein 5 Cent Stück in die Hand und sagt: Das ist für uns beide, meine
Frau und mich ...

Völz: Man glaubt solche Geschichten ja immer nicht ...

Vogel: .... Na, ich guck den Herrn nur ganz freundlich an und sag ihm: "Entschuldigen Sie richtet, gnä' Frau." Aber ich habe vorhin gerade mit
meinem Arzt telefoniert. Und der hat mir gesagt, ich hätte eine Kupferallergie. Deshalb – tut mir leid, aber ich mag das Cent Stück kaum anpacken ...

Völz: Dass man Ihnen nicht dumm kommen kann, kann ich mir lebhaft vorstellen.

Vogel: Nein, da geb ich contra. Aber es gibt auch ganz andere. Ein Mann zum Beispiel. Kommt bei mir rein zu den Toiletten und gibt mir
einen Euro. "Ich muss noch letzten Mal bezahlen. Ich war letztes Jahr und da hatte ich kein Kleingeld dabei. Und jetzt wollte ich endlich meine
Schulden bei Ihnen loswerden." Oder ein Stammgast von der StäV. Drückt mir 50 Euro in die Hand: Herr Vogel, ich zahl jetzt gleich mal für
das ganze Jahr."

Völz: Das nennt man dann wohl ein Toiletten Abonnement. Aber mal etwas ganz anderes. Sie gelten ja als ein regelrechter Frauenschwarm.

Vogel: Ja, die schauen sogar rein und fragen: "Ist der Herr Vogel da? Dann bleib ich auf ein Kölsch."

Völz: Und Sie erhalten inzwischen sogar Fanpost aus aller Welt. Wie machen Sie das?

Vogel: (verschmitzt grinsend): Ich bin eben ein charmanter Typ ... Aber ich begrüße die Damen auch immer gleich sehr aufmerksam:
„Zweite Tür links. Es ist angerichtet, gnä´ Frau.“
Die wissen einen so netten Empfang zu schätzen. Da kommt man auch ins Gespräch.

Völz: Und letzten Muttertag haben Sie halb, tut mir leid, jeder sogar eine rote Rose geschenkt?

Vogel: Ja. Ich hatte ja ein paar hundert gekauft und habe jeder Dame eine überreicht. Die haben sich vielleicht gefreut. Und das kriegt man ja
alles auch irgend wie zurück ...

Völz: Manchmal singen Sie auch, habe ich gehört? Sie bringen den Gästen zusammen mit einem der Kellner Geburtstagsständchen?

Vogel: Ja, zusammen mit Baba, unserm Büffetier. Der war früher Ghanaer, jetzt ist auch er Deutscher. Aber wir singen das dann nicht so
getragen und langweilig. Sondern mit Rhythmus und Pepp, mehr rockig. Tschikn da, tschikna da ... Happy birthday to you ... Da drehen sich
dann auch alle Gäste im Lokal um. Das gefällt ihnen. Und uns.


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Wolfgang Völz: Als Stimme von "Käpt'n Blaubär" hält sich der Schauspieler regelmäßig beim WDR in Köln auf, wo er Kölsch als Getränk lieben gelernt hat. "Ich gebe keinem Kölsch den Vorzug aber Gaffel Kölsch schmeckt besonders gut."



Völz: Herr Vogel, der multitalentierte WC Inspektor ...

Vogel: WC Inspektor ist übrigens eine gute Bezeichnung. Wissen Sie, was Herr Grunert gesagt hat, als wir uns kennen gelernt haben?
Das war auf einer Karnevalsfeier in Köln. Er hat mir ein Buch über die StäV geschenkt und als Widmung rein geschrieben: Dem Klomann im
„Früh“. „Also, wenn schon, dann wenigstens WC-Mann", habe ich zu ihm gesagt. Na, kurz darauf war ich in Berlin in der StäV und habe mir
nach ein paar Kölsch mal die Örtlichkeiten hier angeguckt. „Da muss man aber was tun", habe ich den beiden gesagt. "Ich habe gerade Urlaub
und würde Ihnen das Ganze mal gerne auf Null bringen.“ Ja, so haben wir uns kennen gelernt.

Völz: Und seitdem bringen Sie die Toiletten hier jeden Tag auf Null

Vogel: Genau. Seit 2004.

Völz: Apropos ... Entschuldige, dass ich kurz unterbreche. Aber ...

Vogel: Verstehe. Erste Tür links. Es ist angerichtet, Herr Völz.


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Kennen Sie eigentlich diesen Herrn in der StäV-Berlin schon persönlich?


Schauen Sie sich genau sein Handwerkszeug an.


Sein Engagement findet großen Anklang bei den Gästen der StäV.


Herr Vogel (am Wochenende: Mister Bird)


pflegt mehr als unsere Toiletten.


Für viele Gäste ist er die gute Seele des Hauses.


Im kommenden Frühjahr ist er sogar im Fernsehen zu erleben.


Kürzlich hat ihn ein TV-Team eine Woche lang bei der Arbeit, die im wesentlichen aus Kommunikation besteht, beobachtet und begleitet.


Fotos aus dem Kölner Express.